L e o T h e n n Jahrgang 1926 Pforzheim -Büchenbronn

 

 

Die Wahrheit für Deutschland und die Deutschen

 

„Reiste man nach dem Kriege durch die befreiten Länder, so hörte man überall das Lob der deutschen Soldaten und nur zu oft wenig freundliche Betrachtungen über das Verhalten der Befreiungstruppen“.

(Liddel Hart, britischer Historiker, 1951 in der Londoner Times)

 

Das Buch „Verbrechen der Sieger / Das Schicksal der deutschen Kriegsgefangenen in Osteuropa“ ist eine einzige Anklage gegen die Nachkriegsverbrechen und die Verbrechen gegen die Menschlichkeit, welche in der Sowjetunion, in Jugoslawien, in Polen und in der Tschechoslowakei verübt wurden. Die vorliegenden Aktenstücke, Berichte und Zeugenaussagen vermitteln dem Leser einen eindringlichen Überblick über das, was mit den deutschen Kriegsgefangenen in diesen Ländern geschah. Diese Historik-Serie versucht in der Folge, in knappster Form mosaikartig das Wesentliche hervorzuheben, immer mit Seitenangabe. Das Buch ist jedem Deutschen, der endlich die Wahrheit erfahren will, sehr zu empfehlen. Druffel- Verlag, Starnberger See, 398 Seiten, 4 Seiten Primärquellen, Geleitworte von Wolfgang Schall, Brigade-General a.D., Kriegsgefangener in der Sowjetunion von 1945 – Oktober 1955.

(Der Verfasser)

 

Deutsche Kriegsgefangene in der Sowjetunion / Ihr elendes Sklavenleben

Ein aus dem Lager Evlag Heimgekehrter aus dem Jahr 1947:

„Die Gefangenen sind in Erdbunkern untergebracht. Sie werden erbaut indem die Erde auf ca. 30 m ausgeschachtet wird. In der Mitte wird ein Gang gegraben. Auf diese Weise entstehen rechts und links Erdbänke, die als Ruhelager dienen. Das Dach liegt auf der Erde auf, und das Gebälk ist meist mit Reisig oder Schilf bedeckt und mit Erde dicht beworfen. Das Dach ist nicht immer wasserdicht“. (Seite 232)

Eine Barackenunterkunft von 1945 – 1948 wird so geschildert:

„Immer war es zugig, immer regnete es irgendwo durch. Die Befeuerung der großen gemauerten Öfen war ein Problem. Die Liegestätten waren zweistöckige Holzpritschen. Monatelang haben wir ohne Unterlage auf den blanken Brettern gelegen“. (Seite 232)

Ein Heimkehrer aus dem Jahre 1948:

„An Wanzen und Flöhen war ebenso wenig Mangel wie an Ratten, die unter den morschen Fußböden gediehen und den Gefangenen manchmal vor die Füße liefen. Zu Tausenden hausten hier die Flöhe, die uns noch mehr gequält haben als die Wanzen. Zu Dutzenden fingen wir sie morgens und abends aus unseren Decken“. (Seite 233)

 

Geben wir hier das Bild eines solchen Lagers wieder:

„Wir kamen in ein Lager in die Nähe Magnitogorsk. Das ist eine Stadt im südlichen Ural. Die sanitären Zustände waren skandalös. So stand für 5000 Menschen nur eine kleine geschlossene Latrine mit vier Löchern zur Verfügung. Die Verpflegung war unzureichend. Die Zahl der Toten stieg an, zumal noch eine Ruhrepedemie auftrat. Nur ein kleines Kontingent ging unter diesen Umständen zur Arbeit. Die Bekleidung war total unzureichend. In den kalten Januar- und Februartagen wurden täglich bis zu acht Mann von der Baustelle ins Lager gebracht, die vor Erschöpfung und Kälte einfach zusammengebrochen waren. Da der Transport ins Lager auf offenen kleinen Panjewagen erfolgte, starb eine Vielzahl der Kameraden unterwegs. Im sogenannten Lazarett hätte man ihnen auch nicht helfen können. Es gab weder Medikamente noch Spritzen, auch Wolldecken waren nicht ausreichend vorhanden, es gab keine Wärmeflaschen. Die Kranken starben in erster Linie an Unterernährung“. (Seite 234 + 235)

 

Wie schnell, fasst unbemerkt, der Tod die Menschen dahinraffte, zeigen zwei Beispiele:

Die größte Baracke durften die Dystrophiker beziehen; sie hatten dreistöckige Pritschen. Hier ereignete es sich, dass Männer in der Nacht auf der Pritsche starben, oder dass sie auf dem Weg zur Latrine tot zusammenbrachen“.

„In dieser Zeit erfasste auch mich eine allgemeine Entkräftung und warf mich aufs Krankenlager … Die Kameraden starben einer nach dem anderen. Neben mir lag ein Kapitänleutnant der Marine, Pastor von Beruf. Er erhob sich um zur Latrine zu gehen, kam ohne fremde Hilfe zurück, legte sich neben mich und starb wortlos“. (Seite 235)

 

Mörderische Schikanen bei der Entlausung

Fleckfieber wird hauptsächlich durch Läuse übertragen, deshalb wurden immer wieder Entlausungen angesetzt und Bäder verordnet. Das galt aber weniger der Gesundheit als der Gelegenheit für mörderische Schikanen:

„Stundenlang standen die Wartenden bei 30 Grad Kälte im Freien, dann ging es in den Auskleideraum und anschließend in den überhitzten Baderaum, in dem vor Dampf nichts zu sehen war. Wer wegen des radikalen Temperaturwechsels tot umfiel, blieb vorerst liegen“. (Seite 236)

 

„Sie warteten dann frierend und zitternd 2-3 Stunden lang auf ihre feuchten, dampfenden, entlausten Kleidungsstücke… Dass jedes Mal einige bei der Baderei sofort, andere auf dem Rückweg von 1,5 km oder anschließend in der Unterkunft verstarben, war allzu natürlich“. (Seite 236)

„Die Kranken wurden buchstäblich gezwungen, sich zum Bad aus eigenen Kräften dorthin zu bewegen …. Nur in eine Decke eingehüllt mussten sie ca. 80 m durch das Lager gehen in eisiger Kälte ….Viele brauchten den Rückmarsch nicht mehr anzutreten, sie fielen im Badehaus tot um. Gewöhnlich waren es 6-8 Fälle dieser Art am Tag … Der Russe schikanierte uns, indem er bewusst an solchen Tagen die Entlausung ansagte, an denen es besonders kalt war. Ohne jegliche Bekleidung, ohne Decken mussten wir uns in einem kalten Zimmer aufhalten. In der folgenden Nacht starben immer einige Kameraden“. (Seite 235)

 

In einem anderen Fall ließ die Lagerleitung eine ganze Baracke zum Entlausen und Baden antreten: „Die Ersten kamen um 17 Uhr dran, die Letzten am nächsten Nachmittag um 15 Uhr, denn zwischendurch musste eine Lokomotive neues Wasser holen. Unter der Bank im Ankleideraum lagen bereits einige Tote, im überhitzten Baderaum fielen weitere Kameraden tot um. So wurden Bad und Entlausung zum raffinierten Folter - und Mordsystem“. (Seite 236)

 

„Die Lagerleitung brachte kaum noch ein Totenkommando von 100 Mann zusammen, die Tag und Nacht unweit des Lagers die Tausenden von Toten verscharrten. Anfang Mai gingen die ersten Krankentransporte von Begowat in die Lazarette von Kokand. Ich selbst hatte noch ein Gewicht von 85 Pfund gegenüber von 186 im November 1942“.

(Seite 233)

 

Es drängt sich der Vergleich zu den berüchtigten „Rheinwiesenlagern“ der Amerikaner auf. Auch dort hat man die deutschen Kriegsgefangenen „auf höheren Befehl „ hungern und dürsten lassen, hat sie gequält und gedemütigt, mit der Absicht, dass recht viele Gefangene durch diese Foltermethoden regelrecht krepierten. Es ist an der Zeit, dass möglichst viele Deutsche erfahren, welch gemeine Verbrecher und Mörder unsere sogenannten „Befreier“ waren.

(Der Verfasser)

 

 

Es gibt nur eine Wahrheit wird fortgesetzt

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