L e o T h e n n Jahrgang 1926 Pforzheim -Büchenbronn

 

 

Die Wahrheit für Deutschland und die Deutschen

 

 

V A E V I C T I S – Wehe den Besiegten (altrömisches Sprichwort)

 

Deutsche Kriegsgefangene in der Sowjetunion

Die unmenschlichen Todestransporte

Für diejenigen, die mit der Bahn transportiert wurden, erfanden die Rotarmisten andersgeartete niederträchtige Torturen, so dass die Zahl der Toten kaum weniger hoch war als bei den Todesmärschen. Wie die Transporte vor sich gingen, schildert ein Bericht vom März 1943:

„Ein Blick in unseren Waggon. 45 Mann in einem 18 t-Waggon bilden nur noch einen einzigen Menschenknäuel. Es waren die Kranken und die Verwundeten, die gelegt werden konnten. Alle anderen hatten keinen Platz zum Liegen, sondern saßen oder hockten stur vor sich hinblickend. In der Nähe der Tür war ein Loch und diente als Abort. Unsere Verpflegung bestand täglich aus einer Scheibe „Suchari“. Das ist in Scheiben geschnittenes, geröstetes Bot. Dazu gab es für die ganze Belegschaft, drei oder vier Fische, die vor Salz glitzerten. Dieses Essen erzeugte einen entsetzlichen Durchfall. Alle Augenblicke hatte man das dringende Bedürfnis seine Notdurft zu verrichten, jedoch verließen nur Blut und Schleim den Körper. Der stark gesalzene Fisch erzeugte, auch in kleinen Mengen genossen, einen unbeschreiblichen Durst. Wasser bekamen wir sehr selten und unregelmäßig. Oft entstand wilder Streit, wer die Nieten oder andere Eisenteile, die von Frost und Raureif überzogen waren, ablecken durfte. Dass dabei die Haut der Zunge in Fetzen hängen blieb, kam den meisten gar nicht mehr zum Bewusstsein. Der Knochenmann fand auch hier wieder reiche Ernte.“

(Verbrechen der Sieger“ von Wilhelm Anders, Seite 225 + 226 + 227)

 

Zu den bei allen Transporten festgestellten Niederträchtigkeiten gehörte die „Verpflegung“ mit Salzheringen und versalzener Fischsuppe. Die Folge war quälender Durst, der nicht gestillt werden konnte weil die Wachmannschaften kein Wasser verabreichten. Ein Überlebender schildert die Fahrt von Kaluga nach Sadrinks:

 

„Unsere Kehlen brannten; das Salz schien sie verkrustet zu haben. An der nächsten Haltestelle baten wir um Wasser. Die Konvois reagierten nicht. Der Zug polterte weiter… Gegen Abend bremste er erneut. Wir brüllten um Wasser, schrieen uns heiser. Mehrere Kameraden, die noch Kraft hatten, pochten mit geballter Faust und Fußtritten an die hölzernen Wände, dass sie dröhnten, klopften sich die Fäuste blutig. Die Waggontür wurde zur Seite gerollt. Konvois kletterten herauf, aber nur, um uns zu zählen und uns mit Kolbenhieben zu traktieren. Drei Tage blieben wir ohne Wasser. Die Zunge war geschwollen, spröde, rau, Gaumen und Kehle ausgedörrt wie Wüstensand. Viele Kameraden verdursteten qualvoll.“

(Verbrechen der Sieger“ von Wilhelm Anders, Seite 227)

 

Lassen wir einige wenige statistisch abgesicherte Zahlen folgen:

Es verstarben auf dem Transport von

Beketowka nach Elabuga von 1800 Gefangenen 1200 Mann

Dubowka nach Pachta Aral von 3000 Gefangenen 1000 Mann

Foscani nach Urzumka von 1000 Gefangenen 600 Mann

Javas nach Karakanda von 3500 Gefangenen 1500 Mann

Tiraspol nach Penza von 800 Gefangenen 400 Mann

(Verbrechen der Sieger“ von Wilhelm Anders, Seite 228)

Deutsche Kriegsgefangene / Arbeits-Sklaven in der Sowjetunion

Aus diesem „Menschenmaterial“ – so und nicht anders wurden die Kriegsgefangenen behandelt – pressten die Sowjets das Letzte an Arbeitskraft heraus. Wer auch nur halbwegs bewegungsfähig war, musste arbeiten. Als Standardregel galt: wer kein Fieber hat, ist auch nicht krank. Organische Erkrankungen zählten nicht. Die „Kommissionierung“, also die Ermittlung der Arbeitsfähigkeit dauerte bei 40 Mann keine halbe Stunde.

Hier die Schilderung eines Überlebenden:

„Monatlich ist im Lager Kategorien-Untersuchung: Wir werden in den Arsch gekniffen. Man steht mit entblößtem Oberkörper vor dem Arzt oder der Ärztin. Dann heißt es: Hosen runter! Ist der allgemeine Ernährungszustand noch ausreichend und sind die Gesäßmuskeln noch straff, kommt man in die Kategorie 1 oder 2 d.h. man ist für schwere Arbeiten tauglich. Ist der Kräftezustand mäßiger oder fraglich, kneift der Arzt in die Gesäßmuskeln. Haben sie noch Spannung, kommt man in die Kategorie 3, d.h. man ist für leichte Arbeiten tauglich. Sind die Gesäßmuskeln schlaff, wird man in die Kategorie 4, d.h. den Arbeitsuntauglichen zugeteilt. Hängen die Gesäßmuskeln wie die Hautlappen an der Kehrseite des Elefanten, ist man Dystrophiker, das ist Kategorie 5, der Körper hat mit dem Abbau der Muskeln begonnen. Der Arzt muss eingreifen, d.h. man kommt in die Dystrophiker-Baracke und man muss liegen. Die Kategorie 5 sind die Invaliden.

 

Hier die Schilderung eines anderen Überlebenden:

„Eine spezifisch russische Einführung war das sogenannte „Kommissionieren“ d.h. zu deutsch: Sklavenmarkt. Der russische Arzt, meist war es eine Ärztin, ließ in Begleitung ihres weiblichen Sanitätspersonals das gesamte Lager im Adamskostüm an sich einzeln vorbeiziehen. Der Zweck war, die Gefangenen in Arbeitsklassen, entsprechend ihrer körperlichen Beschaffenheit, einzuteilen. Es gab vier Gruppen und OK. d. h. untauglich….“Arme hoch, kehrt weg“ hieß es im allgemeinen und oft wurden Arm- und Gesäßmuskeln kritisch abgetastet. Man wurde sich dabei so richtig seines Wertes als Arbeits-Sklave Nr. X bewusst, und unwillkürlich kamen mir jedes Mal die alten Märchen von den orientalischen Sklavenmärkten in den Sinn.“

(„Die Verbrechen der Sieger“ von Wilhelm Anders, Seite 263 + 264)

 

Es muss festgehalten werden, dass nach normalen Maßstäben kein einziger Kriegsgefangener arbeitsfähig war, aber es bestanden vorgeschriebene Arbeitsnormen, die erfüllt werden mussten, konnte das mit den ersten beiden Kategorien nicht erreicht werden, jagte der Arbeitsoffizier alle Gehfähigen hinaus. Dazu kam eine Anordnung, dass nur eine bestimmte Anzahl krank geschrieben werden durfte.

Es ist bei sehr vielen Kriegsgefangenen so gewesen, dass sie sich in einem Kreislauf bewegt haben zwischen Arbeitsunfähigkeit – Aufpäppeln –Arbeitsfähigkeit, wobei sie sich wieder runterwirtschafteten und sehr schnell wieder arbeitsunfähig waren, bis sie eines Tages entweder zusammenklappten, lazarettreif waren oder starben.“

(„Die Verbrechen der Sieger“ von Wilhelm Anders, Seite 265)

 

Ein ungewöhnlicher Sachverhalt ermöglichte es, dass dreißig Jahre nach Kriegsende der Weltöffentlichkeit die unmenschlich-grauenhafte Behandlung der deutschen Kriegsgefangenen in Osteuropa vor Augen geführt werden kann. Die kommunistischen Regierungen zogen und ziehen heute noch alle Register der Propaganda, um die Wahrheit über das Schicksal der deutschen Kriegsgefangenen zu unterdrücken. Den Autoren ist es in dieser atemberaubend – erschütternden Dokumentation gelungen, erstmals ein klares und übersichtliches Bild zu zeichnen.

(Im Einband des Buches „Verbrechen der Sieger, das Schicksal der deutschen Kriegsgefangenen in Osteuropa“ von Wilhelm Anders)

 

 

 

Es gibt nur eine Wahrheit wird fortgesetzt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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