L e o T h e n n Jahrgang 1926 Pforzheim -Büchenbronn

 

 

Die Wahrheit für Deutschland und die Deutschen

 

- Zeitgeschichte im Spiegel von Zitaten - Nr. 87

 

„Was wir während des Krieges nicht begreifen wollten, haben wir nachträglich gelernt: Dass der Krieg nicht gegen Hitler, sondern gegen Deutschland geführt wurde.“

(Eugen Gerstenmaier (Widerständler), Bundestagspräsident 1954-1969, in der Frankfurter Allgemeine Zeitung am 21. März 1975)

 

Die Schlacht um Berlin im April 1945

 

Die Schlacht um Berlin war die letzte traumatische Episode des Krieges in Europa. Die Russen allein verloren bis zum Fall der Hauptstadt 305 000 Männer. Die Rote Armee schießt sich den Weg in die Reichshauptstadt frei. Die Marschälle Schukow und Koniew verfügen über 1.640.000 Mann, 41.600 Geschütze und Werfer (Stalinorgeln), 6.300 Panzer sowie über drei Luftarmeen mit 8.600 Flugzeugen, eine ungeheure Überlegenheit. Auf der deutschen Seite standen sieben Panzer – und 65 Infanteriedivisionen unterschiedlicher Stärke, Zusammensetzung und Ausrüstung. Es fehlte an Material, Lebensmittel und oft auch an Munition.

Trotz der furchtbaren Umstände und der hundertfachen Überlegenheit des Gegners lösten sich nur wenige deutsche Einheiten auf, nahezu alle kämpften bis zum bitteren Ende. Nie waren die herausragende Disziplin und die Professionalität der deutschen Soldaten besser zu erkennen, als in den Todesstunden des Nationalsozialismus.

(„Der II. Weltkrieg/ Tag für Tag“ von Chris Bishop und Chris McNab, Seite. 174-176)

 

16. April 1945: Die Sowjets belegen die deutsche Hauptstadt und ihr Umland mit massivem Feuer. Die sowjetische Artillerie steht auf einer 295 km langen Front nahezu Rad an Rad. Der Beschuss ist das Angriffssignal für General Schukows 1. Weißrussische Front und General Koniews 1.Ukrainische Front.

20.April 1945: Russische Truppen brechen durch die deutschen Stellung an der Oder und stoßen auf Berlin vor. Hitler zeichnet an seinem 56. Geburtstag, im Garten der Reichskanzlei eine Gruppe von Hitlerjungen mit dem Eisernen Kreuz aus.

21. April: Panzerverbände der 1. Weißrussischen Front dringen in die ersten Berliner Vorstädte ein.

23. April: Russen dringen an allen Fronten in die Vorstädte ein.

24. April: Die 12. Armee der Deutschen unter General Wenk soll vom Westen Berlins aus einen Entlastungsangriff führen. Schwere Bombardements durch die Royal Air Force zwingen sie zum Rückzug.

26. April: Berlins letzte Verteidigungslinien werden durch einen Zwillingsangriff beider Fronten durch die Sowjets durchbrochen. Sie setzen über die Spree und erreichen den Boulevard „Unter den Linden“, der zur Reichskanzlei und zum Brandenburger Tor führt.

30. April 1945: Der Reichstag, das Zentrum der deutschen Regierung, wird von den Sowjets erobert. Hitler begeht im Führerbunker Selbstmord mit Eva Braun, die er wenige Tage zuvor noch geheiratet hat. Auf ausdrücklichen Befehl von Hitler werden ihre beiden Körper im Garten der Reichskanzlei mit Benzin übergossen und verbrannt, damit sie nicht in die Hände der Sowjets fallen.

1. Mai 1945: Die noch umkämpften Gebiete um die Reichskanzlei werden von sowjetischer Artillerie umgepflügt. Reichspropaganda-Minister Joseph Goebbels und seine Frau wählen den Freitod. Vorher tötet Magda Goebbels ihre 6 Kinder mit Gift.

 

 

 

 

 

2. Mai: Erste Einheiten der Deutschen kapitulieren, die Kämpfe um Berlin flauen ab.

(„Der II. Weltkrieg/ Tag für Tag“ von Chris Bishop und Chris McNab, Seite. 176 + 177)

7.Mai 1945

General Alfred Jodl unterzeichnet den Vertrag über die bedingungslose Kapitulation Deutschlands. Der Krieg in Europa ist damit formal beendet.

8. Mai 1945

Die letzten deutschen Truppen in Ostpreußen kapitulieren. General Koniews

1. Ukrainische Front erreicht Dresden.

9. Mai 1945

Die Reste der Heeresgruppe Nord (früher Heeresgruppe Mitte) ergeben sich an der Danziger Bucht. Die Heeresgruppe Mitte war durch einen Zangenangriff der

2. Weißrussischen Front, die aus der Gegend um Warschau vorstieß, sowie der 1. Baltischen und der 3. Weißrussischen Front, die sich aus Litauen nach Süden kämpfte, an die polnische und ostpreußische Küste gedrängt worden.

(„Der II. Weltkrieg/ Tag für Tag“ von Chris Bishop und Chris McNab, Seite. 177“)

 

Der letzte Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht am 9. Mai 1945

 

„Seit Mitternacht schweigen an allen Fronten die Waffen. Auf Befehl des Großadmirals Dönitz hat die Wehrmacht den aussichtslos gewordenen Kampf eingestellt. Damit ist das fast sechsjährige heldenhafte Ringen zu Ende. Es hat uns große Siege aber auch schwere Niederlagen gebracht. Die deutsche Wehrmacht ist am Ende einer gewaltigen Übermacht ehrenvoll erlegen.

 

Der deutsche Soldat hat, getreu seinem Eid, im höchsten Einsatz für sein Volk für immer Unvergessliches geleistet. Die Heimat hat ihn bis zuletzt mit allen Kräften unter schwersten Opfern unterstützt. Die einmalige Leistung von Front und Heimat wird in einem späteren gerechten Urteil der Geschichte ihre endgültige Würdigung finden Den Leistungen und Opfern der deutschen Soldaten zu Lande, zu Wasser und in der Luft wird auch der Gegner die Achtung nicht versagen.

Jeder Soldat kann deshalb die Waffe aufrecht und stolz aus der Hand legen und in schwersten Stunden unserer Geschichte tapfer und zuversichtlich an die Arbeit gehen für das ewige Leben unseres Volkes. Die Wehrmacht gedenkt in diesen schweren Stunden ihrer vor dem Feind gebliebenen Kameraden. Die Toten verpflichten zu bedingungsloser Treue, zu Gehorsam und Disziplin gegenüber dem aus zahllosen Wunden blutenden Vaterland.“

(Original-Text des OKW im deutschen Rundfunk und in den Zeitungen)

 

Als die Deutschen damals diese Meldung im Radio hörten, waren trotz Trauer und Enttäuschung wegen des verlorenen Krieges mit all seinen Opfern, alle Menschen froh, dass dieser unendlich langandauernder Krieg vorüber ist. Alle waren dem Schicksal dankbar, dass sie überlebt haben - Männer, Frauen, Kinder, Verwundete. Man wartete jetzt sehnlichst und mit Bangen auf die Rückkehr der Frontsoldaten aus den Gefangenenlagern.

 

Niemand ahnte und konnte es sich vorstellen was nach dem Krieg alles an Entsetzlichem und Barbarischem geschah! Sowohl mit den deutschen Kriegsgefangenen als auch mit deutschen Zivilisten im Reich und außerhalb des Reiches. Gesteuert und geduldet von den Siegern und die Welt hat zugesehen: Mitleidlos, hartherzig, gefühllos und ohne jeden Protest! Es gab keine Humanität für die Deutschen, weder in Europa noch sonst wo in der Welt!

(Der Verfasser)

 

Es gibt nur eine Wahrheit wird fortgesetzt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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