L e o T h e n n Jahrgang 1926 Pforzheim -Büchenbronn

 

 

Die Wahrheit für Deutschland und die Deutschen

 

-Zeitgeschichte im Spiegel von Zitaten - Nr. 80 -

„Angreifer ist jener, der seinen Gegner zwingt zu den Waffen zu greifen.“

(Friedrich II. der Große 1712 – 1786 )

 

Der Russland-Feldzug / „Barbarossa“, Beginn der Kampfhandlungen (2)

Der Marsch nach Smolensk und Moskau

In nur acht Wochen wollten die Deutschen mit ihrer Blitzkriegstaktik die Rote Armee überrollen und der UdSSR den Frieden diktieren.

Wenn das Unternehmen „Barbarossa“ erst einmal begonnen hat“ erklärte Hitler, „wird die Welt den Atem anhalten“. Und tatsächlich stellten die Massen an Mensch und Material, die sich in den Frühsommertagen des Jahres 1941 über die russische Grenze vom Polarkreis bis zum Schwarzen Meer ergossen, die stärkste Truppenkonzentration der Militärgeschichte dar.

Glaubte man den Anführern dieser Heere, war Napoleons militärische Meisterleistung vor 129 Jahren nichts als eine Fußnote in der Geschichte. In weniger als 8 Wochen wollte man Moskau erreicht und dabei die Rote Armee völlig vernichtet haben. In diesem Glauben wurden sie von Hitler bestärkt, der versprach:

„Wir müssen nur mit einem kräftigen Fußtritt die Tür eintreten und das ganze verlotterte russische Haus wird in sich zusammenstürzen!“

 

Die in atemberaubender Euphorie vorwärts stürmenden deutschen Truppen schienen

Hitlers Vorhersage zu bestätigen und nährten den Optimismus der Wehrmachtsführung. Doch hinter sich gelassen hatten sie eingekesselte Truppen der Roten Armee, die anders, als der auf ähnliche Art eingeschlossene Feind im Jahr zuvor in Frankreich, wenig Neigung zeigten die Waffen niederzulegen und sich zu ergeben. Es gab vier solcher Nester: Die Festung Brest-Litowsk", sechs Divisionen rund um Bialystock, sechs Divisionen um Wolkowysk und 15 Divisionen zwischen Nowogrudok und Minsk selbst. Das waren ca. 600 000 Soldaten und Offiziere.

 

JU 87 / Stukas über der UdSSR

Wie schon in Polen und in Frankreich erwiesen sich die Sturzkampfbomber auch in Russland als extrem effektiv. Die sowjetischen Jäger wurden von der Luftwaffe förmlich vom Himmel gefegt, um den Weg für die Bomber freizumachen. Diese stürzten die Rote Armee in ein wahres Chaos, der konzentrierten Macht aus Panzer- und Luftangriffen hatte man nichts entgegenzusetzen.

 

19.Juli 1941

Eine neue Weisung des OKW (Oberkommando d.Wehrmacht)befiehlt der Panzergruppe 2 und der II. Armee, sich nach der Vernichtung der Sowjettruppen in Smolensk nach Süden zu wenden und die 5. Armee der Russen bei Kiew anzugreifen.General Guderian ist über diese Anweisung verbittert, da er den Angriff auf Moskau als vordringlich ansieht.

5. August 1941

Aller Widerstand im Kessel von Smolensk kommt zum Erliegen. Es ist eine vernichtende Niederlage für die Rote Armee. Die 16. und die 20. Armee sind ausgelöscht und 300 000 russische Soldaten werden gefangen genommen. Die Deutschen erbeuten wertvolles Kriegsmaterial, darunter 3 200 Panzer, 3 100 Artilleriegeschütze. Dazu kommen noch die Verluste der anderen Kesselschlachten: Nochmals 300 000 Kriegsgefangene,

2 500 Panzer und fast 1 500 Kanonen..

(„Der „ zweite Weltkrieg /Tag für Tag“ von Chris Bishop und Chris McNab, Seite 54 + 57)

 

 

 

Unglaublich schnelles Vorrücken der Deutschen, riesige Gefangenenzahlen, extrem große Beute an Waffen und Material. Wieso und warum?

 

Die Anfangserfolge der Deutschen Wehrmacht und der Waffen-SS waren atemberaubend! Die Militärs der ganzen Welt staunten über diese militärische Meisterleistung. Der russische Offizier Viktor Suworow nennt in seinem Buch

“Der Eisbrecher“ eine Reihe von Gründen dafür.

(Der Verfasser)

Seit Anfang 1939 wächst die Anzahl der Grenztruppen rapide an. Im August 1939, noch vor der Unterzeichnung des Molotow-Ribbentrop-Paktes, setzte eine stürmische Entwicklung in der Aufstellung von NKWD-Truppen ein (NKWD in der UdSSR = Volkskommisseriat für innere Angelegenheiten“/ Kader der politischen Kommissare).

(„Der Eisbrecher“ von Viktor Suworow, Seite 85)

Stalin schuf seine Luftlandetruppe schon im Jahre 1930 (!). Zu Beginn es II. Weltkriegs besaß die Sowjetunion über eine Million ausgebildete Fallschirmjäger, das waren zweihundertmal so viel wie alle Länder der Welt. In einem Verteidigungskrieg braucht man keine Fallschirmjäger, man braucht sie aber bei einem Angriffskrieg!

(„Der Eisbrecher“, Seite 129)

Am Vorabend des Krieges wurden unmittelbar an den Grenzen gewaltige Vorräte an Schienen, zerlegbaren Brücken, Baumaterial, Kohle u. Benzin gelagert. Alles fiel der Deutschen Wehrmacht in die Hände.

(„Der Eisbrecher“, Seite 101)

Diese Direktive wurde am 5. Mai 1941 an die sowjetischen Generale gegeben: „Haltet Euch bereit – wartet auf das Signal“. Stalin übernahm am 10.Mai 1941 das Amt des sowjetischen Regierungschefs um persönlich das Signal geben zu können. Hitler gab seinen Truppen das Signal zum Angriff ein wenig früher.

(„Der Eisbrecher“, Seite 224)

Karten – Abbildungen – Fotos im „Eisbrecher“ von Viktor Suworow

Karte 2: Die Standorte von 13 russischen Armeen dicht an der Grenze zum deutschen Hoheitsgebiet, von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer. Von Nord nach Süd waren es die Armeen Nr. 8 + 27 + 11 + 3 + 13 + 10 + 4 + 5 + 6 + 26 + 12 + 18 + 9. Ebenfalls von Nord nach Süd gleichmäßig verteilt 5 Luftlandekorps der“ersten Angriffswelle“.

Abildung 23 / Foto: In den westlichen Grenzregionen der UdSSR waren immense Vorräte an Munition und Treibstoff für Panzer, Flugzeuge u. andere Kampfmittel konzentriert. Es gab keinen freien Lagerraum und keinen freien Vorratsbehälter mehr.

Ab.24/Foto: Ein Panzerbatallion stellt eine gewaltige Kampfkraft dar aber auf einem Transportzug (Foto) ist es vollkommen hilflos. Am 22.Juni 1941 (deutscher Angriff) befanden sich Dutzende sowjetischer Divisionen, Hunderte von Regimentern, Tausende von Batallionen und Batterien, Hunderttausende von Soldaten noch auf dem Transportweg dicht hinter der Front. Alles wurde eine Beute der Wehrmacht!

Abb. 26-29 /Fotos: Die Wehrmacht stieß unmittelbar hinter der Grenze auf riesige Angriffsgruppierungen der Roten Armee. Jede deutsche Bombe und jedes Geschoß traf ein sowjetisches Ziel, ein Verfehlen war unmöglich! Jeder brennende sowjetische Kraftwagen, jeder brennende Panzer und jedes brennende Flugzeug wurde zur Brandfackel für Dutzende und Hunderte weiterer Kampfmittel, die dicht an dicht gedrängt standen.

Abb.25/Foto: Die Sowjetunion war hinsichtlich der Anzahl und der Qualität ihrer Panzer der übrigen Welt deutlich überlegen. Hätte die Rote Armee einen Überraschungsschlag geführt, dann wäre sie auch nicht aufzuhalten gewesen. Aber Stalin hat sich um zwei Wochen verspätet. Während seine Truppen insgeheim zur deutschen Grenze aufschlossen um den Schlag zu führen, wurde er selbst zum Opfer des Präventivschlages durch

die Deutsche Wehrmacht!

(„Der Eisbrecher“ von Viktor Suworow, sowjetischer Offizier)

 

 

 

wird fortgesetzt

 

 

 

 

 

 

 

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