L e o T h e n n Jahrgang 1926 Pforzheim -Büchenbronn

 

 

Die Wahrheit für Deutschland und die Deutschen

 

-Zeitgeschichte im Spiegel von Zitaten - Nr. 78-

 

„Angreifer ist jener, der seinen Gegner zwingt zu den Waffen zu greifen.“

(Friedrich der II. der Große 1712 – 1786 )

 

Der Russlandfeldzug / Unternehmen „Barbarossa“, Beginn 22.6.1941

 

Warum hat Hitler die Sowjetunion angegriffen? Weil er musste!

Denn zwei Wochen später hätte Stalin ihn überfallen.

(„Überfall?“, Der sowjetisch-deutsche Aufmarsch 1941, von Oberst a.D.Erich Helmdach)

 

Oberst a.D. Erich Helmdach hatte als Feindsachbearbeiter (Ic) der 4. Armee die Unterlagen und besitzt die bestätigende Erfahrung für diese Untersuchung. Als Russlandkenner kann er jede Einzelheit über den beidseitigen Aufmarsch und die operative Planung belegen.

Das Buch „Überfall“? enthält auch eine sehr reichhaltige Quellenangabe, gibt eine zeitliche Übersicht ab 1936, skizziert in Stichworten alle Akteure jener Zeit – eine wahre Fundgrube.

Diese Historik-Serie wird nun versuchen, aus der Fülle und Breite der Schilderungen, jene Zitate zu nennen, welche klar und auch nachvollziehbar aufzeigen, wie die politische und die militärische Situation auf beiden Seiten damals war – am 22.Juni 1941. (Der Verfasser)

 

Am 22.6.1941 standen sich gegenüber:

3,5 Millionen Deutsche gegen 4,7 Millionen Russen. Die Heranführung neuer sowjetischer Kräfte setzte ab Mitte August 1941 mit 160 neuaufgestellter Divisionen ein.

Die Vergrößerung der Angriffskraft .der Roten Armee war bemerkenswert, die Vergrößerung der sowjetischen Rüstungsproduktion war es ebenfalls.

 

Die deutsche Rüstung entsprach in keiner Weise einem langfristigen Plan oder einer gründlichen Vorbereitung auf einen Ostkrieg. Die personelle Stärke für den Osten war beschränkt, dafür wurden die Streitkräfte über ganz Europa verzettelt. Bei einer Gesamtstärke der deutschen Wehrmacht von 7,24 Millionen hatten die für den Ostfeldzug bereitgestellten Kräfte am 22.6.1941 eine Stärke von nur 3,5 Millionen.

 

Die deutsche Luftwaffe war für einen Krieg, wie er sich ab 1941 entwickelte, niemals konzipiert und entwickelt worden. Der Luftkrieg war für Deutschland eigentlich schon in der Luftschlacht um England im Jahre 1940 verloren gegangen.

 

Die deutsche Rüstungsproduktion betrug 1940 /41 nicht einmal 15 % der gesamten Produktion. Über die ungenutzt gebliebenen Produktionsreserven gibt die offizielle Statistik mit folgender Zahl eine interessante Auskunft:

Im 1. Kriegsjahr „Barbarossa“ wurde nur ¼ der Geschütz- und Munitionsproduktion des Herbstes 1918 erreicht.

 

Die deutsche Rüstungsindustrie konnte dem sowjetischen Panzer T 34 bis zum Jahr 1942 keinen gleichwertigen Ty an der Front entgegenstellen.

(Überfall?“ , von Oberst a.D. Erich Helmdach Seite 58 + 59)

 

 

 

 

 

Die These von der überraschten Sowjetunion, die dann gleich zum „Überfall“ ausgebaut wurde, sollte zu einem feststehenden Begriff werden. Mit dem Zusatz „brutal“ oder „heimtückisch“ wurde er noch propagandistisch „verbessert“. Solche Politbegriffe fanden Eingang in die sowjetische Kriegsgeschichte und sollen sogar als Untertitel eines „Dokumentarberichtes“ beeindrucken.

(Überfall?“, von Oberst a. D. Erich Helmdach Seite 89)

 

Zu dem, was auf deutscher Seite an einer richtigen Planung fehlte, lässt sich ein ganzer Katalog aufstellen:

Ein deutscher, systematisch ausgearbeiteter Kriegsplan war nicht vorhanden. Die Rüstungsproduktion wurde nur mit einem kleinen Teil ihrer Kapazität herangezogen. Die Ausstattung mit schweren Angriffswaffen wurde vernachlässigt. Die Zahl der Angriffstruppen hätte vergrößert werden müssen, die der Reserven war völlig unzureichend. Von Vorsorge und Winterausstattung für Menschen, Tiere, Waffen und Gerät war überhaupt keine Rede und spätere Vorschläge wurden nicht beachtet. So drückten sich Blindheit und Überschätzung in einer unheilvollen, zwangsläufigen Kette von Fehlern und Folgen aus, die dann zu Niederlagen und zur Katastrophe führen mussten.

(Überfall?“, von Oberst a. D. Erich Helmdach Seite 92)

 

Die sowjetische Planung dagegen nimmt einen besonderen Rang ein. Die Politik gibt das Ziel an und bestimmt, wie es erreicht werden soll. In diese Planung werden alle Einzelgebiete militärischer, wirtschaftlicher, wissenschaftlicher, propagandistischer, agitatorischer und subversiver Art einbezogen. In einem entscheidenden Punkt ist das Sowjetsystem, das viele Schwächen hat, den westlichen Demokratien voraus: in der Kontinuität wie in der strategischen Zielsetzung seiner auf den ganzen Erdball bezogenen äußeren Politik. Das wichtigste Mittel der globalen politischen Strategie war damals die totale Rüstung.

(Überfall?“, von Oberst a. D. Erich Helmdach Seite 92)

 

So hatte Stalin als Ziel seiner langfristigen Planung auf den großen historischen Moment eines Krieges in Europa hingesteuert. Das erste Signal für die damalige Aufrüstung wurde im Herbst 1939 gegeben. Eine Art Generalprobe bot der Krieg gegen Finnland (30.11.1939) und nach seinen Erfahrungen wurde sofort in spezifischer Weise das Rüstungsprogramm umgestaltet. Gleichzeitig wurden die territorialen Ausgangspositionen für die weitere Westexpansion verbessert. Schritt für Schritt ging Stalin vor, der Sieg musste sicher sein. Der Zeitfaktor wurde schließlich bestimmend: Wann reichte die Rüstung aus für den Krieg mit Deutschland und seiner kriegserfahrenen Wehrmacht?

 

Ab März 1941 qab es zwei Pläne der Sowjetunion:

Der Plan zur Sicherung der Grenzen in der Abwehr und der Angriffsplan für den „eigenen Krieg“. Den Termin August / September 1941 für den sowjetischen Angriff nannte später auch der russische General Wlassow. Anzumerken ist, dass im Osten die gute Jahreszeit im allgemeinen Ende August schlagartig aufhört, und daher ein Angriff in Richtung Westen in günstigere Wetterbedingungen führt als in Richtung Osten.

(„Überfall“?, von Oberst a. D. Erich Helmdach Seite 95)

 

Es gibt nur eine Wahrheit wird fortgesetzt

 

Bei Interesse an Nr. 1 – 60: www.die-wahrheit-fuer- deutschland.de

 

 

 

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