L e o T h e n n Jahrgang 1926 Pforzheim -Büchenbronn

 

 

Die Wahrheit für Deutschland und die Deutschen

 

In den weiteren Folgen dieser Serie wird viel über Truppenbewegungen berichtet. Oft werden dabei die Divisionen von Freund und Feind erwähnt. Die allermeisten Leser haben von der Größe und den personellen Ausmaßen einer Division entweder gar keine oder nur eine sehr vage Vorstellung. Deshalb nachstehend einige Zahlen und Angaben

(Der Verfasser)

 

Die Sollstärke einer aktiven Division (ohne Feldersatzbataillon) betrug 518 Offiziere – 2 573 Unteroffiziere – 13 667 Soldaten / Insgesamt 16 758 Mann

 

 

An Ausrüstung und Bewaffnung gehörten zu einer Infanterie-Division:

4 782 Pferde + 895 bespannte Fahrzeuge + 610 Lastkraftwagen + 524 Kräder (davon 201 Beiwagen) + 378 leichte Maschinengewehrte + 138 schwere Maschinengewehre

+ 54 Granatwerfer + 75 Panzerabwehrgeschütze + 48 Geschütze.

 

Gliederung einer deutschen Infanterie-Division 1939

Divisionsstab

3 Infanterieregimenter, je Regiment mit Regimentsstab + Regiments-Reiterzug + Regiments-Nachrichtenzug + Regiments-Pionierzug

13.Kompanie (Infanteriegeschütz-Kompanie) mit

2 leichten Infanterie-Geschütz-Zügen + 1 schweren Infanterie-Geschütz-Zug

14. Kompanie (Panzerabwehr-Kompanie) mit

3 Zügen zu je 4 mot.Paks + 3 Infanterie-Bataillone mit je 3 Kompanien +

1 Maschinengewehr-Kompanie mit 8 schweren MG und 6 schweren Granatwerfern

1. Aufklärungsabteilung mit 1 Reiterschwadron

1 Artillerie-Regiment mit

3 leichten Abteilungen mit je 3 Batterien leichte Feldhaubitzen +

1 schwere Abteilung mit 3 Batterien schwere Feldhaubitzen +

1 Beobachtungsbatterie mit 1 Vermessungszug + 1 Lichtmesszug + 1 Schallmesszug

1 Pionier-Bataillon mit 2 bespannten Kompanien + 1 motorisierten Kompanie +

1 motorisierte Brückenkolonne

1 Panzerabwehr-Abteilung mit 2 Kompanien zu je 3 Zügen mit je

4 motorisierten Panzer-Abwehrkanonen (Paks)

1 Nachrichten-Abteilung mit 1 motorisierten Fernsprechkompanie +

1 motorisierten Funkkompanie

1 Sanitäts-Abteilung mit 1 bespannten Sanitätskompanie + 1 motor-Sanitätskompanie + 2 Krankenkraftwagen-Zügen + 1 motorisiertes. Feldlazarett

Nachschubdienste mit 7 Kolonnen, davon 2 bespannt + 1 LKW-Kolonne Betriebsstoff +

1 motorisierte Werkstatt-Kompanie + 1 motorisierte Nachschubkompanie

Verwaltungsdienste mit 1 motorisierten Bäckerei-Kompanie + 1 mot. Schlächterzug

+ 1 Verpflegungsamt

Divisionstruppen mit 1 mot. Feldgendamerietrupp + 1 bespannten Veterinärkompanie + 1 motorisierten Feldpostamt + 1 Feldersatzbataillon mit 3 Kompanien

 

(„Der Polenfeldzug 1939“ von Alex Buchner, Seite 208 + 209)

 

 

 

10 Gebote für die Kriegsführung des deutschen Soldaten

 

 

  1. Der deutsche Soldat kämpft ritterlich für den Sieg seines Volkes. Grausamkeiten und nutzlose Zerstörungen sind seiner unwürdig.

 

  1. Der Kämpfer muss uniformiert oder mit einem besonders eingeführten, weithin sichtbaren Abzeichen versehen sein. Kämpfen in Zivilkleidung ohne ein solches Abzeichen ist verboten.

 

  1. Es darf kein Gegner getötet werden, der sich ergibt, auch nicht der Freischärler und der Spion. Diese erhalten ihre gerechte Strafe durch Gerichte.

 

  1. Kriegsgefangene dürfen nicht misshandelt oder beleidigt werden. Waffen, Pläne und Aufzeichnungen sind abzunehmen. Von ihrer Habe darf nichts weggenommen werden

 

  1. Dum-Dum-Geschosse sind verboten. Geschosse dürfen auch nicht in solche umgestaltet werden.

 

  1. Das Rote Kreuz ist unverletzlich. Verwundete Gegner sind menschlich zu behandeln. Sanitätspersonal und Feldgeistliche dürfen in ihrer ärztlichen bzw. seelsorgerischen Tätigkeit nicht behindert werden.

 

  1. Die Zivilbevölkerung ist unverletzlich. Der Soldat darf nicht plündern oder mutwillig zerstören. Geschichtliche Denkmäler und Gebäude, die dem Gottesdienst, der Kunst, Wissenschaft oder Wohltätigkeit dienen, sind besonders zu achten. Natural- und Dienstleistungen von der Bevölkerung dürfen nur auf Befehl von Vorgesetzten gegen Entschädigung beansprucht werden.

 

  1. Neutrales Gebiet darf weder durch Betreten oder Überfliegen noch durch Beschießen in die Kriegshandlungen einbezogen werden.

 

  1. Gerät ein deutscher Soldat in Gefangenschaft, so muss er auf Befragen seinen Namen und Dienstgrad angeben. Unter keinen Umständen darf er über Zugehörigkeit zu seinem Truppenteil und über militärische, politische und wirtschaftliche Verhältnisse auf der deutschen Seite aussagen. Weder durch Versprechungen noch durch Drohungen darf er sich dazu verleiten lassen.

 

  1. Zuwiderhandlungen gegen die vorstehenden Befehle in Dienstsachen sind strafbar. Verstöße des Feindes gegen die unter 8. angeführten Grundsätze sind zu melden. Vergeltungsmaßregeln sind nur auf Befehl der höheren Truppenführung zulässig.

 

 

Diese 10 Gebote befanden sich im Soldbuch der deutschen Soldaten während

des II. Weltkrieges.

Quelle: Bundesarchiv-Militärarchiv, Freiburg. Bestand: MSg 2/2215

 

Anmerkung: Es gab keine andere Armee in einer anderen Nation, die in kriegerischen Handlungen auch nur annähernd derart hohe moralische Verantwortung an sich selbst und an ihre Soldaten stellte.

 

 

Es gibt nur eine Wahrheit

Wird fortgesetzt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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