L e o T h e n n Jahrgang 1926 Pforzheim -Büchenbronn

 

 

Die Wahrheit für Deutschland und die Deutschen

 

 

Man kann ein ganzes Volk nicht auf Dauer belügen

 

 

„Der Polenfeldzug 1939“ von Alex Buchner / Schlaglichtartige Einblicke in die Kampfhandlungen auf deutscher und polnischer Seite.

 

In den folgenden Tagen wurde an allen Frontabschnitten um das Aufbrechen der polnischen Befestigungen gerungen, die erbittert verteidigt wurden. Langsamer hier, schneller dort fraßen sich die deutschen Angriffe vorwärts. Erste größere Durchbrüche wurden erzielt und die entstandene Lage sofort ausgenutzt, ehe die Polen Gegenmaßnahmen ergreifen konnten. (Seite 47)

 

Vier Artillerieabteilungen hüllten mit ihrem Vorbereitungsfeuer den ganzen Berg in Rauch und Flammen – ununterbrochenes Dröhnen, Pauken und Grollen leitete den Sturm der Infanterie ein. Unter heftigem flankierendem Feuer wurden in Einzelsprüngen die freien Flächen überwunden. (Seite 48)

 

Als das III. Bataillon bereits den Einbruch erzwungen hatte und begann, die Höhenstellungen aufzurollen, stießen die Polen mit bereitgehaltenen Reserven und leichten Panzern zum Gegenangriff vor, der jedoch von der eilends organisierten Abwehr zurückgeschlagen wurde. Die Gora Kamienska war genommen. (Seite 48)

 

Am 4.9.1939 waren alle noch gehaltenen polnischen Abschnitte geräumt, nachdem sie schon in Flanken und Rücken bedroht waren. Somit war es schon nach dreitägigen schweren Kämpfen gelungen, den Gegner aus seinen für uneinnehmbar gehaltenen Stellungen zu werfen. Die beiderseits der Mlawa stehende polnische Armee „Modlin“ befand sich in vollem Rückzug nach Süden auf den Narew (Seite 49)

 

Eine große Schlacht in der einsamen, sandigen, waldreichen Tucheler Heide nahm ihren Anfang. Die Polen, die das Unheil kommen sahen, setzten sich mit allen Kräften zur Wehr. Polnische Kavallerie – es waren Teile der Kav.Brig. „Pomerellen“ – stürzten sich am 2.September 1939 bei Lenzo und Rawicz westlich Kulm mit blanken Säbeln und eingelegten Lanzen auf die vermeintlichen deutschen „Papp“-Panzer (!) u. erlitten dabei fürchterliche Verluste! (Seite 51)

 

In den Nachmittagsstunden des 3. September erkannte das I. Bataillon auf dem westlichen Weichselufer-Damm die lange Marschkolonne eines polnischen Kavallerie-Regiments mit vielen Fahrzeugen. Während sich die Infanterie - Kompanien zum Angriff bereitmachten, eröffnete die Maschinengewehr-Kompanie aus offener Stellung einen Feuerüberfall aus allen schweren MG. Die Wirkung aus 1500 Metern war vernichtend! Ein großer Teil der Gegner gab sich sofort gefangen, andere sprangen hinter den großen Damm, um über den Fluss zu flüchten. Sie wurden unter Feuer genommen, nachdem der Fluss von eigenen Leuten erreicht war. Die Sandbänke im Fluss lagen voller toter Polen. Wieder andere Polen leisteten fanatischen Widerstand. (Seite 52)

 

 

 

 

Auf den schmalen, sandigen Waldwegen sammelten sich die Tausenden von Gefangenen zu langen lehmbraunen Kolonnen. 20 000 waren es schließlich, und 90 Geschütze dazu. Noch den Schrecken des Erlebten in den Gesichtern, sagten die polnischen Soldaten aus, wie man ihnen immer wieder eingetrichtert hat, die deutschen Panzer seien aus Pappe und die deutschen Geschütze seien aus Blech – es war für sie ein blutiger Irrtum!

„Die erste neuzeitliche Kesselschlacht war geschlagen“, schrieb der General der 4. Armee von Vormann. (Seite 53)

 

Die 8. Armee hatte den Unterlauf der Warthe überschritten und folgte dem zurückweichenden Gegner in Richtung Lodz nach.

Die 10. Armee hatte sich mit dem Durchbruch beiderseits Tschenstochau den Weg für ihre Panzer- und mot. Keile freigekämpft und im schnellen Vordringen bereits die Linie Kielce – Petrikau erreicht.

Die 14. Armee hatte Krakau genommen und rückte den zurückgehenden polnischen Divisionen planmäßig auf den San-Abschnitt nach. (Seite 62)

 

Wie sah es auf polnischer Seite aus?

Die Lage war mehr als düster. Der deutsche Gegner hatte sich als weitaus stärker erwiesen, als erwartet! Der ungestüme Angriff mit seiner Kraft, Wucht und Schnelligkeit war völlig überraschend über die polnische Führung und Truppe hereingebrochen.

Die befestigten Abschnitte und Bunkerlinien hatten keine drei, vier Tage standgehalten. Bislang hatte es, abgesehen von einigen kleineren Abwehrerfolgen nichts als Misserfolge und Rückschläge gegeben.

Im einzelnen bot sich folgendes Bild:

Die Armee „Modlin“ wurde nach Aufbrechen ihrer Stellungen bei Mlawa in beiden Flanken und im Rücken bedroht und hatte, stark angeschlagen eilig den Rückzug auf den Narwa antreten müssen.

Die Armee „Pommerellen“ war gar nicht zum beabsichtigten Angriff auf Danzig gekommen. Stattdessen war sie teilweise in der Tucheler Heide eingekesselt worden.

Die Armee „Posen“ stand unnütz weit im Westen, schon in ihren tiefen Flanken gefährdet.

Die Armeen „Lodz“, „Krakow“ und „Karpaten“ waren durchbrochen worden und befanden sich hart mitgenommen im Rückzug auf Nida, Dunajec und San. Somit waren von sieben Armeen in vorderster Linie nur noch zwei voll intakt. Eine Anzahl aktiver Divisionen war bereits vernichtet worden. die vorgesehenen Reserve-Armeen waren noch nicht voll verfügbar, ihre Aufstellung machte nur langsame Fortschritte.

Die Operationsgruppe „Polesie“ war noch gar nicht einsatzbereit. Die Armee „Preußen“ wurde schon in ihren Räumen von deutschen Fliegern gebombt. Die Armee „Piskor“ war nur teilweise einsatzbereit.

Nun musste die polnische Heeresleitung ihre völlig verfehlten strategischen Aufstellungen in den grenznahen Räumen büßen und das befehlen was sie sich bei einem vernünftigeren Aufmarsch hätte sparen können – nämlich die Rückführung aller Verbände in die als 2. Operrationsphase geplante Hauptverteidigungsfront an Narew – Unterlauf der Weichsel – Warthe und Dunajec. Und würden sie hier länger standhalten können? Oder waren die Deutschen schneller, würde auch diese Front bald durchstoßen und überrannt? (Seite 62 + 63 + 64)

 

 

 

 

Es gibt nur eine Wahrheit

Wird fortgesetzt

 

 

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