L e o T h e n n Jahrgang 1926 Pforzheim -Büchenbronn

 

 

Die Wahrheit für Deutschland und die Deutschen

 

 

Man kann ein ganzes Volk nicht auf Dauer belügen

 

 

Der Polenfeldzug 1939 / Beginn der Kampfhandlungen

 

31.August 1939: Ein deutscher Soldat schrieb über die letzte Stunden vor dem großen Angriff:

„Später Abend – Dunkelheit – Leichter Regen. Kurze Befehle, das rasche Aufleuchten einer Taschenlampe. Schwarze Schatten, mattglänzende Helme, gedämpftes Klappern von Waffen und Schanzzeug. Die Züge sammeln sich, die Kompanien fädeln sich ein. Schweigend marschieren die Kolonnen des Bataillons der nahen Grenze zu. Das Gerät ist freigemacht. Aber die MG – Schützen spüren nicht die vollen schweren Munitionskästen. Die Granatwerfer-Bedienungen schleppen stumm ihre zentnerschweren Lasten. Kaum ein Wort fällt. Ernst sind die Gesichter unter den Stahlhelmen.

In den Dörfern stehen trotz der späten Stunde noch die Menschen an der Straße. Winken – ein paar halbverwehte Zurufe. Der Marschtritt hallt von den Häusern wider. Dann biegt unser Bataillon von der Straße ab, windet sich in langer Schlange über Wiesen und Äcker. Lautlos streben die einzelnen Kompanien ihren Bereitstellungsplätzen zu. Unser Kompaniechef kommt von einer Besprechung beim Bataillonskommandeur zurück. Die Züge der Gruppen werden in ihre Ausgangsstellungen eingewiesen. Halblaute Rufe – dann wieder Stille. Vorn in der Dunkelheit leises Klicken. Drahtzäune werden durchgeschnitten um im Morgengrauen freien Weg zu haben. Still, wortlos, reglos liegen wir im nassfeuchten Gras. Der Regen hat aufgehört.. Stunde um Stunde verrinnt. Keiner denkt an Schlaf, mancher unterhält sich flüsternd mit einem Nachbarn. Alle Gedanken, alle Worte gehen immer wieder im gleichen Kreis: Morgen, nein heute schon... Was wird der neue Tag bringen? Endlos scheint dieses Liegen und Warten. Bis allmählich, kaum merkbar, der frühe Morgen heraufdämmert. Vor Kälte, doch mehr noch vor innerer Erregung fröstelnd, starrt alles auf die Armbanduhren. Unaufhaltsam verrinnen die Minuten, eilfertig wandern die Sekundenzeiger jetzt immer schneller auf 4,45 Uhr zu.

Noch 3 Minuten, noch zwei, noch eine, noch 30 Sekunden ... 4.45 Uhr! Nichts – kein Schuss fällt.

Die Morgenstille ist so still und friedlich, als lägen sich nicht Hunderttausende Soldaten schussbereit gegenüber.

4.46 Uhr. Die ersten Trupps verschwinden schattenhaft im weißgrauem Nebel. In wenigen Minuten müssen die Spähtrupps über die Grenze sein. Fieberhaftes Warten – Horchen.

Plötzlich ein ferner, gedämpfter Knall , noch einer, ein Dritter. Dann kurzes, wieder verstummendes Gerassel. Das sind Schüsse! Das ist der Krieg!

 

Ein Befehl wird gegeben: Auf - Marsch! Es ist jetzt 4.51 Uhr“.

 

Noch ehe in dieser Minute die Infanterie antrat und sich die Panzer in Bewegung setzten, griffen schon Sturzkampfbomber, Panzerzüge u. Kriegsschiffe mit Sonderaufträgen an, fielen die ersten Bomben, fuhren die ersten Granaten aus den Rohren.

(„Der Polenfeldzug 1939“ von Alex Buchner, Seite 30 - 32)

 

 

 

In seiner Rede vor dem Großdeutschen Reichstag am 1. September 1939 hat Hitler gesagt:“... ab 5.45 Uhr wird zurückgeschossen ...“, das war falsch. Der vom Oberkommando der Wehrmacht festgelegte Angriffstermin lautete: 4.45 Uhr – Hitler hat sich geirrt.

(Der Verfasser)

 

Schon vom ersten Tage an beherrschte die deutsche Luftwaffe völlig den Luftraum über dem gesamten Kampfgebiet. Schlag auf Schlag fiel gegen die polnischen Luftstreitkräfte, die großteils bereits am Boden zerschlagen wurden. Bomben fielen auf Fliegerhorste, Feldflugplätze, Rollfelder, Flugzeughallen, Werkstätten, Spritlager. Der zweite und dritte Tag brachte bereits die Entscheidung: Die uneingeschränkte Luftherrschaft über ganz Westpolen.

(„Der Polenfeldzug 1939“ von Alex Buchner, Seite 189/190)

 

Schon ab dem 3. und 4. September konnte sich die deutsche Luftwaffe der nächsten großen Aufgabe zuwenden – der Zerschlagung der wichtigen polnischen Verkehrs-, Versorgungs- und Nachrichtenverbindungen. Reihenweise hagelten die Bomben auf Gleisanlagen, Straßen und Brücken. Bahnhöfe fielen in Trümmer, Züge entgleisten, in Lagerhallen und Güterschuppen wüteten Brände und Explosionen, zahlreiche Strecken waren durch Volltreffer unterbrochen

Der polnische Oberst i. G. Litynski schrieb:

„Die schlimmste Folge der deutschen Luftangriffe auf Flugplätze, Straßen und Bahnlinien war der vollständige Zusammenbruch des Nachrichtennetzes. Schon am zweiten Tag versagten Telefon und Fernschreiber, Befehle und Meldungen überschnitten sich. Der Wortlaut war oft entstellt“.

Der polnische Oberbefehlshaber Marschall Rydz-Smigly später:

„Wir waren vom ersten Tag an unserer Augen beraubt“.

 

Dass die deutsche Luftwaffe nur auf militärische Ziele und Objekte angesetzt wurde, geht aus einer am 2.9.1939 erfolgten Weisung des Oberbefehlshabers der Luftwaffe Göring hervor. Dieser Befehl an die deutschen Flieger wurde mehrmals wiederholt.

Der französische Luftwaffenattaché in Warschau, General Armengaud meldete am 14.9.1939 nach Paris:

„Ich muss unterstreichen, dass die deutsche Luftwaffe nach den Kriegsgesetzen gehandelt hat. Sie hat nur militärische Ziele angegriffen, es ist wichtig, dass man dies in Frankreich und England erfährt ..“

(„Der Polenfeldzug 1939“ von Alex Buchner, Seite 191 + 192)

 

Auch die ihr gestellte dritte große Aufgabe erfüllte die deutsche Luftwaffe voll und ganz. Erstmals in der Kriegsgeschichte griff sie zur direkten Unterstützung des Heeres als „fliegende Artillerie! unmittelbar in die Erdkämpfe ein. Mit durchschlagender Wirkung wurden Angriffe gegen polnische Marsch- und Nachschubkolonnen geflogen. Rast- und Unterkunftsräume, Truppenansammlungen- und Bereitstellungen, Bunkerlinien, ausgebaute Stützpunkte, Festungsanlagen und Artilleriestellungen wurden mit Bomben und Bordwaffen angegriffen. Die ständig geflogene Luftaufklärung brachte wertvolle Meldungen über die polnischen Bewegungen vor der deutschen Front.

(„Der Polenfeldzug 1939“ von Alex Buchner, Seite 192)

 

 

 

 

Es gibt nur eine Wahrheit

Wird fortgesetzt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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