L e o T h e n n Jahrgang 1926 Pforzheim -Büchenbronn

 

 

Die Wahrheit für Deutschland und die Deutschen

 

 

 

D e r P o l e n f e l d z u g 1939

 

“Seit 5.45 Uhr wird zurückgeschossen ...“ Diese Worte Adolf Hitlers vor dem Großdeutschen Reichstag am 1. September 1939 beendeten die Epoche der friedlichen Revision des Diktats von Versailles.

Hitler war seit seiner Machtübernahme am 30 Januar 1933 vom Erfolg verwöhnt worden. Die Besetzung des Rheinlands, die Erringung der Wehrhoheit, der Flottenvertrag, die Heimkehr der Saar, der Österreich - Anschluss, Sudetenland 1938, der Einmarsch in Prag und die Rückkehr des Memellandes hatten die Bestimmungen des Versailler Diktats ausgehöhlt. Siegestrunken hatte Hitler nach dem Münchner Abkommen und der damit verbundenen Rückkehr der Sudetendeutschen ins Reich erklärt, nunmehr seien alle seine Forderungen erfüllt. Wenig später aber war das Korridor- und das Danzigproblem auf dem Tisch.

Hatte doch Lloyd George in Paris 1919 erklärt: „Wenn Ihr den Polen nachgebt, wird dies der Grund zu einem neuen Kriege sein“.

Die englische Polengarantie, der Molotow-Ribbentrop-Pakt waren die letzten Stationen des diplomatischen Spiels zwischen Frieden und Krieg.

 

Mit dem 1. September 1939 begannen die Waffen zu sprechen, die Politiker, die den Frieden bewahren wollten, sind gescheitert. Mit dem Polenfeldzug begann der schrecklichste Krieg, den die Weltgeschichte je gesehen hat. Der Feldzug der 18 Tage war der Anfang eines fast sechsjährigen Kampfes, der letztlich umsonst gekämpft wurde. Es war der Anfang, von dem niemand glaubte, dass erst am 8. Mai 1945 die Waffen wieder schweigen würden.

(„Der Polenfeldzug 1939“ von Alex Buchner) (Vorwort des Druffel - Verlags)

 

Aus Platzgründen kann es nicht die Aufgabe von „Die Wahrheit für Deutschland und die Deutschen“ sein, den gesamten Polenfeldzug zu schildern, der in die Militärgeschichte als „Blitzkrieg“ eingegangen ist und dessen geniale Planung und konsequente und siegreiche Durchführung bis zum heutigen Tag von Militärexperten aus aller Welt bewundert wird. Es wird hier vielmehr versucht einen allgemeinen und leicht verständlichen Überblick zu vermitteln. Außerdem werden Geschichtslügen korrigiert wie z.B. „der Kampf um Warschau.“

 

Wer jedoch alle Einzelheiten über den“ Blitzkrieg“ wissen will, sollte unbedingt das Buch von Alex Buchner „Der Polenfeldzug 1939“ lesen. Auf 204 Seiten + 11 Seiten Gliederungen der deutschen und polnischen Armeen und ihrer Bewaffnung + Luftwaffe + Kriegsmarine schildert Alex Buchner jede einzelne Phase dieses Krieges. Er schreibt flüssig und packend, geht bisweilen so in die Details von Kämpfen ein (Augenzeugenberichte von Soldaten, Mannschaftsdienstgraden und Offizieren), dass der Leser glaubt dabei zu sein. Hochinteressant sind die sechs Skizzen der Vorstöße der deutschen Armeen und der Kesselschlachten. Eindrucksvolle Fotos zeigen wie polnische Parlamentäre mit Händedruck und militärischem Gruß empfangen werden. Ebenso fair und ritterlich wurden die vielen polnischen Gefangenen behandelt.

(Der Verfasser)

 

In der Nacht vom 31.08./1.9.1939 standen sich die deutschen und die polnischen Armeen kampfbereit gegenüber. Die deutsche Wehrmacht, zwar erst seit 1934 nach Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht neu aufgebaut, konnte als einsatzbereit gelten.

An ihrer Spitze standen erfahrene, bewährte Heerführer, die Offiziere und Unterführer waren hervorragend ausgebildet. Der deutsche Soldat durfte – wie er nun in Polen und auch später bewies und ihm auch von der ganzen Kriegsgeschichte bestätigt wurde – als einer der besten Soldaten der Welt angesehen werden, viele sagen, er war der Beste!

Er war weder kriegsbegeistert wie anno 1914 noch hitlerbegeistert. Doch er tat voll und ganz seine Pflicht in dem Glauben und Überzeugung, für Deutschland, seine Heimat und seine Angehörigen kämpfen zu müssen.

 

Die Ausbildung, Bewaffnung und Ausrüstung des Feldheeres war auf einen hohen Stand gebracht worden. Die Infanterie trug – wie auch alle anderen Waffengattungen außer der Kriegsmarine – die graugrüne Felduniform mit dem verbesserten Stahlhelm des I. Weltkriegs, dazu Sturmgepäck mit Kochgeschirr, Zeltbahn, Feldflasche, Brotbeutel, Gasmaske, kurzes Schanzzeug, Seitengewehr (Bajonett) und 60 Schuss Munition. Die Bewaffnung bestand aus dem Karabiner 98 K, dem leichten MG 34, das auf einer Spreizlaffette auch als schweres MG eingesetzt werden konnte, MG-Munition, sowie Stiel- und Eierhandgranaten und der Pistole 08.

(„Der Polenfeldzug 1939“ von Alex Buchner, Seite 15 + 16)

 

In dieser fachlich gut informierten Form schildert Alex Buchner auch die anderen Heeresteile der Wehrmacht:

Artillerie mit ihren Feldhaubitzen, Kanonen, Mörsern in div. Kalibern. Die völlig neu geschaffene Panzertruppe mit Panzerspähwagen, Pionier- und Nachrichtentruppe mit modernem Gerät. Die noch junge Luftwaffe mit ihren Stukas (Sturzkampfbombern).

Die Kriegsmarine, mit Schiffen und Besatzungen und Geschützen.

(Der Verfasser)

 

Die deutsche militärische Spitzengliederung und damit auch die Befehlsverhältnisse waren straff geordnet:

Hitler war „Oberster Befehlshaber der Wehrmacht“, ihm direkt unterstellt war das Oberkommando der Wehrmacht (OKW) unter Generaloberst Keitel.

Dem OKW unterstanden das Oberkommando des Heeres unter Generaloberst v. Brauchitsch mit dem Generalstab (Chef General Halder). Das Oberkommando der Luftwaffe (OKL) unter Feldmarschall Göring mit dem Generalstab (Chef Generalmajor Jeschonnek) und das Oberkommando der Marine (OKM) unter Großadmiral Raeder mit der Seekriegsleitung (Chef Admiral Dönitz)

 

Diesen höchsten militärischen Führungsstellen unterstanden wiederum Heeresgruppen, Armee- und Korpsstäbe, bzw. Luftflotten- und Marinestäbe, denen je nach Aufgaben Heeres-Luftwaffen- und Marineverbände verschiedener Stärke zugeteilt wurden.

Während die Heeresgruppe C die deutschen Westgrenzen sicherte, wurde die Masse der aktiven Divisionen des deutschen Heeres mit allen verfügbaren Panzer- und mot. Divisionen gegen Polen eingesetzt.

(„Der Polenfeldzug 1939“ von Alex Buchner, Seite 17 )

 

Es gibt nur eine Wahrheit

Wird fortgesetzt

 

 

 

 

 

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