L e o T h e n n Jahrgang 1926 Pforzheim -Büchenbronn

 

 

Die Wahrheit für Deutschland und die Deutschen

 

 

Man kann ein ganzes Volk nicht auf Dauer belügen

 

29. August 1939

Um 21 Uhr gibt der deutsche Rundfunk Hitlers 16-Punkte-Vorschlag an Polen bekannt. Zwischen 21 und 22 Uhr überreicht Staatssekretär Ernst von Weizsäcker die schriftlichen Ausfertigungen des Hitler-Vorschlags nacheinander an die Botschafter Englands, Frankreichs, Japans, Italiens und an die Geschäftsträger der USA und der Sowjetunion.

 

Spät abends muss sich die englische Regierung noch einmal um die Presse kümmern. Der DAILY TELEGRAPH hat in seiner Abendausgabe über die Vermittlungstätigkeit der Londoner Regierung zwischen Warschau und Berlin berichtet. Dabei hat die Zeitung auch erwähnt, dass die polnische Regierung nach Eingang des Verhandlungsangebotes aus Deutschland die Generalmobilmachung der Streitkräfte angeordnet hat, statt das Angebot zu honorieren und zu prüfen. Die Abendausgabe des DAILY TELEGRAPH wird beschlagnahmt! Ein Nachdruck, der als Spätausgabe kommt, lässt die Generalmobilmachung in Polen unerwähnt! Nichts in dieser schweren Krise soll bei Englands Lesern Zweifel aufkommen lassen.

(„Der Krieg der viele Väter hatte“, Gerd Schultze-Rhonhof, S. 505)

 

Der schwedische Asienforscher Sven Hedin schrieb über den 16-Punkte-Vorschlag Hitlers: „Die diplomatischen Akten der neueren Geschichte werden kaum ein Schriftstück aufweisen, das diesem Vorschlag an Mäßigung, an Entgegenkommen und Verständnis für die Bedürfnisse eines anderen Landes gleichkommt. Dass Polen ihn trotzdem nicht einmal einer Bestätigung für wert hielt kann nur durch die inzwischen bekannt gewordene Tatsache erklärt werden, dass es sich nicht nur auf seine europäischen Freunde Großbritannien und Frankreich verließ, sondern vor allem auch auf die Unterstützung der Vereinigten Staaten. Roosevelt hatte sie ihm durch seine Botschafter in Warschau und Prag zusagen lassen.

(„Das Jahrhundert der Lüge“ Hugo Wellems, S. 159)

 

„In London hat der Bericht des DAILY TELEGRAPH große Bestürzung hervorgerufen, denn man war dort – mit Roosevelts Zustimmung – entschlossen die Schuld am Ausbruch des Krieges nach dem Vorbild von 1914 dem Deutschen Reich zuzuschieben. Im britischen blue book (Blaubuch) über den Kriegsausbruch und in den Erinnerungen von Sir Neville Henderson „The Failure of a Mission“ ist dieser Entschluss ausgeführt worden. Die unbeabsichtigte Wahrheitsliebe des DAILY TELEGRAPH wurde dadurch zu vertuschen versucht, dass die genannte Abendausgabe beschlagnahmt und die Redaktion veranlasst wurde, eine zweite Spätausgabe zu bringen, in deren Bericht über die Kabinettsberatung der für die britische Regierung so peinliche Satz über die polnische General- Mobilmachung nach Erhalt des deutschen Vorschlags entfernt war.

(„Amerika im Kampf der Kontinente“ Sven Hedin, Leipzig 1942, S. 60)

 

 

 

 

 

 

 

 

Hitlers Operationsbefehl zum 1. September 1939 ( Kriegsbeginn)

Die deutsche Antwort auf Polens Nein zu Verhandlungen kam rasch und entschieden. Hitler blieb trotz vieler Sorgen um die Zukunft keine andere Wahl. Er hatte angeboten, mit den Polen trotz monatelanger Provozierungen und barbarischer Verfolgung der Volksdeutschen in Polen über eine maßvolle Regelung zu verhandeln. Ganz unbestreitbar hatte er Polen „auch die linke Wange dargeboten“. Die Weigerung Polens, mit Deutschland unter keiner Bedingung über eine Regelung zu sprechen, war die gröbste Zumutung, die man sich vorstellen konnte. Das Verhandlungsangebot war in Wirklichkeit ein Waffenstillstandsangebot, denn seit vielen Monaten hatte kein Frieden zwischen den beiden Ländern geherrscht. Hitler hatte bis zum letztmöglichen Augenblick gewartet ohne den fristgebundenen deutschen Operationsplan (2. September) aufs Spiel zu setzen. Trotzdem hatte er seinen Generälen erklärt, er werde auch weiterhin warten für den Fall, dass die Polen doch noch irgendein günstiges Zeichen geben würden. Hitler wollte keinen Krieg mit Polen, doch konnte ein Staat allein unmöglich den Frieden durch eigene einseitige Anstrengung erhalten. Er erließ den endgültigen Befehl zum Angriff am 31. August mittags um 12.40 Uhr. Die eingeleiteten Operationen konnten dann nach 9.30 Uhr abends am gleichen Tag nicht mehr zum Halten gebracht werden, denn der Beginn, der Kampfhandlungen war für den 1. September im Morgengrauen angesetzt worden.

 

Adolf Hitler leitete seinen Befehl mit folgender Erklärung ein:

„Jetzt, da sich alle politischen Möglichkeiten erschöpft haben, mit friedlichen Mitteln einer Lage an der östlichen Front Herr zu werden, die für Deutschland unerträglich ist, habe ich mich zu einer Lösung durch Gewalt entschlossen“.

(„Der erzwungene Krieg“ von Prof. Dr..David Hoggan/ Amerika, S. 741)

 

Großbritannien und Frankreich glaubten nicht daran Polen wahrhaft helfen zu können. Polen war die Rolle zugedacht, im Untergang die Kräfte des Feindes abzunutzen. Es war kaum mehr als ein Kriegsanlass, ein Zündholz, das sich verbraucht, indem es die Flamme entfacht.

(„Deutsche Geschichte“ von Michael Freund aaO, Seite 1274 f.)

 

Adolf Hitler in seiner Rede am Reichstag am 1. September 1939:

„Man hat versucht, das Vorgehen gegen die Volksdeutschen damit zu entschuldigen, sie hätten Provokationen begangen. Ich weiß nicht worin die „Provokationen“ von Frauen und Kindern bestehen sollen, die man misshandelt und verschleppt hat oder die „Provokationen“ derer, die man in tierischster, sadistischer Weise gequält und schließlich getötet hat. Eines aber weiß ich, dass es keine Großmacht von Ehre gibt, die auf Dauer solchen Zuständen ruhig zusehen würde... Ich habe trotzdem noch einen letzten Versuch gemacht.... und ich bin dann mit meiner Regierung 2 volle Tage gesessen und habe gewartet, ob es der polnischen Regierung nun endlich passt einen Bevollmächtigten zu schicken ... Als Antwort ist gekommen 1. die polnische Generalmobilmachung und 2. neue schwere Gräueltaten. Nachdem neulich in einer Nacht 21 Grenzzwischenfälle zu verzeichnen waren sind es heute Nacht 14 gewesen, darunter 3 ganz schwere. Ich habe mich nun entschlossen, mit Polen in der gleichen Sprache zu reden, die Polen seit Monaten uns gegenüber anwendet“.

(„Kriegsursachen / Kriegsschuld“ von Helmut Schröcke, S. 114)

 

 

 

Es gibt nur eine Wahrheit

Wird fortgesetzt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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