L e o T h e n n Jahrgang 1926 Pforzheim -Büchenbronn

 

 

Die Wahrheit für Deutschland und die Deutschen

 

 

„Polen will den Krieg mit Deutschland, und Deutschland wird ihn nicht vermeiden können, selbst wenn es das wollte.“

(Winston Churchill zu General Robert E.Wood, November 1936)

Die letzte Woche vor dem Krieg (23. August – 1.September 1939)

 

Adolf Hitler ist entschlossen, die offene Danzig-Frage, das Problem der Verkehrsanbindung Ostpreußens an das Reich und den Minderheitenschutz für die Deutschen in Polen noch vor dem Winter auf dem Verhandlungswege oder – wenn das nicht möglich ist – mit einem Krieg zu lösen. Die Generalität hat zwar bisher mehrmals gewarnt, dass ein Krieg mit Polen auch Krieg mit England, mit Frankreich und bei längerer Dauer auch den Krieg mit den USA nach sich ziehen werde, und dass ein Zweifrontenkrieg von der Wehrmacht nicht zu gewinnen sei.

Aber sie hat auch beraten, dass militärische Operationen, wenn es denn zum Krieg kommen sollte, aufgrund der Klima- und Wetterdaten nicht nach dem 2. September 1939 begonnen werden dürften. Die Straßen- und Wegeverhältnisse würden das Heer und das Flugwetter für die Luftwaffe danach in Osteuropa zu schwierig machen.

So sind Hitlers Entscheidung nicht frei vom Einfluss dieses Datums.

(„Der Krieg der viele Väter hatte“ Gerd Schultze Rhonhof, Seite 461)

 

Diese letzten Tage vor dem II. Weltkrieg hat der ehemalige Generalmajor Schultze-Rhonhof in seinem o.g. Buch auf ganz ausgezeichnete Weise und bis ins Detail geschildert. Er tat dies auf insgesamt 44 Seiten und mit der Nennung von 124 Quellen (Seite 461-505.) Die Quellen sind absolut seriös und glaubwürdig wie z.B. Benoist-Méchin, Nicoll, Bavendamm, Brithisch War Bluebook, Polnisches Weißbuch, Hendersson, Documents Brithisch Foreign Policy u.a.

 

Diese 9 Tage (23.8. – 1.9.39) waren fast rund um die Uhr angefüllt mit Verhandlungen, Dialogen, Telegrammen, Telefonaten, Briefen und Gesprächen der Botschafter und Außenminister von Polen, England und Frankreich mit Hitler,

v. Ribbentrop und Göring. Die sofortigen Berichte der Gegenseite an ihre Regierungen wurden von dort oft nur nach Stunden mit neuen Verhaltensweisen beantwortet.

Die Protagonisten waren auf deutscher Seite:

Hitler (Reichskanzler) v. Ribbentrop (Außenminister Göring (Marschall)

Auf der Seite Englands waren es:

Chamberlain (Premier), Halifax (Außenminister) Henderson (Botschafter)

Auf der Seite Frankreichs waren es:

Daladier (Präsident), Bonnet (Außenminister), Coulondre (Botschafter)

Auf der Seite Polens waren es

Mosciki (Staatspräsident) Beck (Außenminister), Lipski (Botschafter)

Schweden hatte seit einiger Zeit einen Friedensvermittler geschickt, der mehrfach zwischen den Kontrahenten direkt und in persönlichen Gesprächen verhandelt hat, sein Name lautete:

Birger Dahlerus

Es würde den Rahmen dieser Fortsetzungs-Serie mehrfach sprengen, wollte man diese hektischen Tage der Kriegsdiplomatie von beiden Seiten, auch nur annähernd schildern. Es wird dafür nochmals auf das oben schon erwähnte Buch von Generalmajor Gerd Schultze-Rhonhof hingewiesen.

(Der Verfasser)

 

In diesen 9 Tagen vor Kriegsbeginn wurde deutlich aufgezeigt, wie sehr Hitler und die deutsche Reichsregierung einen Krieg vermeiden wollten. Hitlers Zugeständnisse an Polen gingen sehr viel weiter als jene Vorschläge seine Vorgänger in der Weimarer Republik.

(Der Verfasser)

 

Die Auflistung der deutschen Wünsche und Angebote umfasste 16 Punkte.

Dazu gehörten:

(„Der Krieg der viele Väter hatte“ Gerd Schultze- Rhonhof, Seite 490)

 

Der 16-Punkte-Vorschlag von Hitler kam der Gegenseite sehr ungelegen. Der Krieg war beschlossene Sache. Reguläre polnische Kavallerie drang im August 1939 bis 7 Kilometer tief in Ostpreußen ein, brandschatzte Bauernhäuser und Dörfer, machte Einwohner mit Schusswaffen oder Säbel nieder. Noch vor dem offiziellen Kriegsbeginn sprengten polnische Pioniere Brücken über die Weichsel.

( Um Sein oder Nichtsein, Deutsche Schicksalsjahre 1918 – 1945 von Lothar Greil, Seite 30)

 

Das Ausscheiden der Tschechoslowakei aus dem Provokationsspiel der Feinde Deutschlands im März 1939 verdarb das Konzept einer international angezettelten Verschwörung und Einkreisung des Reichs. Man setzte nunmehr vollends auf die polnische Karte. Der Erfolg blieb nicht aus. Denn der bereits scharf gemachte „Minenhund“ zerrte an der Kette. Das versprochene Ziel reizte.

 

Warschau das alle, ständig wiederholten Friedensangebote, darunter sogar einen Schutz- und Trutzvertrag, abgelehnt hatte, verschloss sich jeder weiteren Verständigung, setzte Danzig der Zernierung aus, erhob Ansprüche auf Schlesien, Pommern, Mecklenburg und Ostpreußen, ließ Deutsche in Ostoberschlesien und Osten-Westpreußen enteignen und vertreiben und propagierte den „Marsch auf Berlin!“ An polnische Offiziere ausgegebene Aufmarsch- und Operationsbefehle sahen den überraschenden Vormarsch schneller Verbände auf Berlin und die überfallartige Okkupation Danzigs und Ostpreußens vor.

( Um Sein oder Nichtsein, Deutsche Schicksalsjahre 1918 – 1945 von Lothar Greil, Seite 30)

 

 

Es gibt nur eine Wahrheit

 

 

 

Wird fortgesetzt

 

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