L e o T h e n n Jahrgang 1926 Pforzheim -Büchenbronn

 

 

Die Wahrheit für Deutschland und die Deutschen

 

 

Mut zur Wahrheit - schafft Gerechtigkeit

 

Polens Rückversicherung bei Frankreich und England vor Kriegsbeginn

Polen, das mehrfach offiziell erklärt hat, der Anschluss Danzigs an das Deutsche Reich käme einer Kriegserklärung gleich, bittet um ein Garantieversprechen für sich selbst. Am 25. März 1939 gibt London das Versprechen. Am 31. März 1939 leistet auch Paris die erbetene Garantieerklärung gegenüber Warschau. Am 15. Mai 1939 reist der polnische Kriegsminister, General Kasprzycki, nach Paris, um mit dem französischen General Gamelin zu besprechen, wie Frankreich Polen in einem eventuellen Krieg unterstützen wird.

(„Der Krieg, der viele Väter hatte“, Gerd Schultze-Rhonhof. S. 425)

 

Schon am 24. Oktober 1938 machte v. Ribbentrop dem polnischen Botschafter Lipski Vorschläge zur „Bereinigung aller bestehenden Reibungspunkte zwischen Deutschland und Polen“. Sie enthielten im wesentlichen folgende Punkte:

 

  1. Die Freie Stadt Danzig kehrt zum Deutschen Reich zurück.

 

  1. Durch den „Korridor“ soll eine exterritoriale, Deutschland gehörende Autobahn und eine ebenso exterritoriale mehrgleisige Eisenbahn gelegt werden.

 

  1. Polen soll im Danziger Gebiet eine exterritoriale Autobahn und eine Eisenbahn und einen Seehafen erhalten.

 

  1. Polen erhält eine Absatzgarantie für seine Waren im Danziger Gebiet.

 

  1. Die beiden Nationen erkennen ihre gemeinsamen Grenzen an, gegebenenfalls könne man zu einer Garantie der Territorien kommen.

 

  1. Der deutsch-polnische Vertrag wird auf 10 bis 25 Jahre verlängert.

 

  1. Die beiden Länder fügen eine Konsultativ-Klausel in den Vertrag ein.

 

Demgegenüber, dass in der Weimarer Republik ausnahmslos alle Regierungen und alle Parteien – mit Ausnahme der Kommunisten – stets die bedingungslose Rückgabe der 1919 im Osten annektierten Gebiete gefordert hatten, waren das in der Tat maßvolle Vorschläge.

Der polnische Botschafter antwortete jedoch ausweichend!

Bei Gesprächen mit dem polnischen Außenminister Beck am 5./6.1.1939 betonte Hitler, dass ebenso wie Polen den Zugang zum Meer benötigte, auch für Deutschland die Notwendigkeit der Verbindung mit Ostpreußen bestehe. er versicherte aber Beck, Deutschland werde in Danzig kein fait accompli (vollendete Tatsache) schaffen.

(„Kriegsursachen/Kriegsschuld“, Helmut Schröcke, S. 103 + 104)

 

 

 

 

Adolf Hitler bietet am 28.April 1939 noch einmal einen Handel „Danzig für Gegenleistungen“ an, doch es wird ihm in dieser Zeit auch klar, dass weitere Gespräche mit Polen unter Englands Schirm so gut wie sinnlos sind. Englands Garantie vom

25. März 1939 zerstört die letzten Chancen, den deutsch-polnischen Streit auf Danzig und die exterritorialen Transitwege einzugrenzen. Mit Englands Rückendeckung kann Polen die Heimkehr Danzigs zu einem Casus belli machen (Anlass für einen Krieg). Wenn Deutschland Danzig will, muss es von nun an Krieg mit Polen führen.

Der britische Botschafter Henderson in Berlin, der die Gefahr sieht, die von Englands Rückendeckung für die Polen ausgeht, schreibt am 18. Juli 1939 in einem Bericht nach London:

„Hitler mag glauben, dass England in jedem Fall Krieg mit Deutschland führen will. Wenn er es noch nicht glaubt, so fehlt nicht mehr viel, ihn zu einer solchen Meinung zu bringen. Ich halte es nicht für politisch klug oder fair, die Polen übermäßig aufzustacheln“.

(„Der Krieg, der viele Väter hatte“, Gerd Schultze-Rhonhof, S. 430/431)

 

Mit der Annexion der Rest-Tschechei und ihrer Umwandlung zum „Protektorat Böhmen und Mähren“ hat Hitler einen weiteren unblutigen Sieg und Landerwerb errungen. Doch dies ist erstmals ein Gewinn außerhalb der bislang allgemein akzeptierten Legitimation, deutsche Bevölkerungsgruppen „heim ins Reich“ zu holen. Hitler versucht, der Annexion mit dem von Dr. Hacha unterschriebenen (Protektorats-Vertrag) den Schein der Legitimität zu geben. Der Vertrag ist zwar im Sinne des Völkerrechts verbindlich, doch da erpresst, fehlt ihm gleich dem zuvor erpressten Vertrag von Versailles die moralische Verbindlichkeit.

Hitler bricht mit der Besetzung der Tschechei sein gegebenes Wort. Er hatte in der Zeit davor bei mehreren Gelegenheiten feierlich und öffentlich verkündet:“ Ich will gar keine Tschechen“ oder „Deutschland wird die Tschechen nach der Übergabe der Sudetengebiete in Ruhe lassen“. Nach der Konferenz in München hatte er Chamberlain sein Wort gegeben, in Zukunft auf Alleingänge in solchen Fragen zu verzichten.

Er hatte dem britischen Premier mit Unterschrift versprochen:

„...auch andere Fragen, die unsere beiden Länder angehen, nach der Methode der Konsultation zu behandeln und etwaige Ursachen von Meinungsverschiedenheiten aus dem Weg zu räumen ...“

Zu guter Letzt hatte er im deutsch-französischen Vertrag vom 6. Dezember 1938 auch den Franzosen gesagt: „ ... in Zukunft alle bilateralen Fragen untereinander zu beraten, wenn die künftige Entwicklung dieser Frage zu internationalen Schwierigkeiten führen sollte“.

 

Doch schon vor der Selbstauflösung der maroden Tschechoslowakei lassen sowohl Hitler als auch Ribbentrop und sein Staatssekretär v. Weizsäcker Paris und London wissen, dass die deutsche Reichsregierung keine weiteren Einmischungen von dieser Seite in die noch möglichen Veränderungen in Mittelost-Europa wünscht. Hitler vertritt den Standpunkt, dass die Bitte der Slowaken um ein deutsches Protektorat eine ausschließlich deutsch-slowakische Angelegenheit war und die Annexion der Karpato-Ukraine eine ausschließlich ungarische Angelegenheit. Zur Rechtfertigung der Tschechei-Besetzung argumentiert Hitler mit der Instabilität, die dieses Restgebilde in die Region getragen habe.

(„Der Krieg, der viele Väter hatte“, Gerd Schultze-Rhonhof, S. 190/191)

 

 

 

Es gibt nur eine Wahrheit

Wird fortgesetzt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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