L e o T h e n n Jahrgang 1926 Pforzheim -Büchenbronn

 

 

Die Wahrheit für Deutschland und die Deutschen

 

 

Es gibt zwei Arten von Weltgeschichte: Die eine ist die offizielle, erlogene, für den Schulunterricht bestimmte. Die andere ist die geheime, welche die wahren Ursachen der Ereignisse birgt.

( Honoré de Balsac, 1799-1850)

 

 

Der Deutsch-Sowjetische Nichtangriffspakt vom 24. August 1939

(Quelle: „Der Krieg der viele Väter hatte“ Gerd Schultze-Rhonhof)

Fortsetzung und Abschluss des Themas von Nr.29

 

Am 8. und 17.Juli 1939

Die Regierungen von Paris und London legen Moskau einen Vertragsentwurf vor. Thema: Kriegsführung gegen Deutschland. Zu dieser Zeit gibt es in Deutschland keine Pläne gegen diese drei Mächte Krieg zu führen.

 

24. Juli 1939

Ein Französisch-Britisch-Sowjetisches Abkommen über militärische Zusammenarbeit wird paraphiert aber nicht unterschrieben. Damit ist niemand endgültig gebunden, doch der Weg zu Verhandlungen der Generalstäbe ist geebnet.

 

4. August 1939

Stalin billigt ein von den Volkskommissariaten für Verteidigung und Äußeres erarbeitetes Dokument, das fünf verschiedene Möglichkeiten eines Aufmarsches mit bis zu 120 Heeresdivisionen gegen Deutschland vorsieht.

 

5. August 1939

Der sowjetische Botschafter in Berlin Astachow sucht den Legationsrat Schnurre im Auswärtigen Amt auf. Er übermittelt ihm von Außenminister Molotow in Moskau, dass die Sowjetunion an einer Normalisierung und Besserung der Beziehungen zu Deutschland interessiert sei.

 

11.August 1939

Militärmissionen aus Paris und London treffen in Moskau ein.

 

13. August 1939

Die Gespräche beginnen. Engländer und Franzosen haben keine konkreten Vorstellungen mitgebracht. Die Sowjets, unter Marschall Woroschilows Leitung, warten mit den fünf von Stalin gebilligten Aufmarschplänen gegen Deutschland auf. Da ist die Rede von 102 sowjetischen Divisionen (2 Mio.Soldaten), von Angriffen gegen Ostpreußen und Schlesien, von 5.500 Flugzeugen, von Bombern mit Reichweiten bis 4000 Kilometern. Außerdem vom Einsatz der Nordflotte und der Schwarzmeerflotte, um Deutschland von Erz- und Ölimporten abzuschneiden.

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommentar von Marschall Woroschilow: „Die Operationen der sowjetischen Truppen gegen Ostpreußen und in Galizien, und die Operationen Englands und Frankreichs im Westen würden das Ende Deutschlands bedeuten“.

 

Die polnische Regierung verweigert ihr Einverständnis zu dieser Allianz, sie befürchtet, dass aus dem Durchmarsch der sowjetischen Unterstützungstruppen eine Besetzung „Ostpolens“ werden könnte. Die englischen und französischen Delegationen weigern sich den Sowjets eine Waffenhilfe konkret zuzusagen. Bei den Russen entsteht der Eindruck, dass sie im Falle eines Krieges für die Polen, Briten und Franzosen alleine bluten sollen.

 

21.August 1939

Aus den o.g. zwei Gründen werden die Verhandlungen erfolglos abgebrochen.

 

19.August 1939

Schon zwei Tage vorher (!) führte Stalin eine Einwilligung des Politbüros herbei, statt einer Allianz mit Frankreich und England eine solche mit Deutschland einzugehen. Er begründete die mit einer eingehenden Analyse der Vor- und Nachteile für die Sowjetunion.

 

Jetzt zurück zu den geheimen Gesprächen zwischen Moskau und Berlin

12. August 1939

Einen Tag bevor (!) die Gespräche der drei Militärdelegationen in Moskau beginnen, meldet sich Botschafter Astachow ein zweites Mal beim Leiter des Ost-Europa-Referats Schnurre beauftragt von Molotow.“ . . . man sei an einer Erörterung der einzelnen, bisher zur Sprache gekommenen Fragengruppen interessiert“.

 

15. August 1939

In Moskau beginnen Deutsch-Sowjetische Gespräche. Botschafter Graf von der Schulenburg spricht mit Molotow und berichtet anschließend nach Berlin.

 

16. August 1939

Außenminister v. Ribbentrop sichert Molotow einen Nichtangriffspakt für 25 Jahre zu, Molotow will nur 5 Jahre + ein Handels- und Kreditabkommen. Außerdem schlägt Molotow noch ein „spezielles Protokoll“ vor, „das einen integrierenden Bestandteil des Paktes darstellt“. Deutschland – so die Botschaft – bekommt beides oder nichts.

 

20. August 1939

Hitler telegraphiert mit Stalin, dass er mit dem Nichtangriffspakt einverstanden ist und dass er Außenminister v. Ribbentrop mit „umfassendster Generalvollmacht“ zur Unterzeichnung des Vertrags und zur „Abfassung und Unterzeichnung des Zusatzprotokolls“ entsenden wolle.

 

21. August 1939

Stalin dankt Hitler für das Telegramm und lädt v. Ribbentrop für den 23. August 1939 nach Moskau ein.

 

24. August 1939

Der Deutsch-Sowjetische Nichtangriffspakt wird unterschrieben.

Die fast unglaubliche Sensation ist perfekt!

 

 

 

Es gibt nur eine Wahrheit

Wird fortgesetzt

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