L e o T h e n n Jahrgang 1926 Pforzheim -Büchenbronn

 

 

Die Wahrheit für Deutschland und die Deutschen

 

 

Die Geschichte wird nicht vom Besiegten sondern vom Sieger geschrieben.

 

Der Deutsch-Sowjetische Nichtangriffspakt

 

Der Deutsch-Sowjetische Nichtangriffspakt, wurde am 24. August 1939, kurz nach Mitternacht, in Moskau unterschrieben. Das war nur sieben Tage vor Kriegsbeginn am 1.September 1939! Die Unterzeichner waren: Josef Stalin – Außenminister Molotow - Außenminister von Ribbentrop - Legationsrat Henke - Legationsrat Hilger.

Diese deutsch-sowjetische Einigung war eine Sensation für ganz Europa und ein Schock für England und Frankreich. Stalin trieb damals ein doppeltes Spiel. Er verhandelte und ließ gleichzeitig verhandeln mit den Westmächten und mit Deutschland, alles unter größter Geheimhaltung.

 

Mitte der 30-er Jahre war die politische Großwetterlage in Europa wie folgt: England und Frankreich sahen mit wachsendem Unbehagen, wie sich Deutschland innenpolitisch, wirtschaftlich und militärisch neu formierte und erstarkte. Man begann mit der Einkreisung Deutschlands und unterstützte Polens Provokationen. Hitler setzte auf Verhandlungen mit Ost und West und rüstete gleichzeitig auf. Stalins Nahziel war es, die 1921 von Polen eroberten weißrussischen und ukrainischen Gebiete östlich der Curcon-Linie wiederzugewinnen. Sein Fernziel aber war, den Marxismus und die Bolschewisierung nach Westeuropa auszubreiten. Es sei hier daran erinnert, dass erst fünf Monate vorher dieser Versuch im Spanischen Bürgerkrieg gescheitert war (28. März 1939) .

 

Die Kommunistische Weltrevolution voranzutreiben und das Vermächtnis Lenins zu erfüllen, war zeit seines Lebens Stalins oberstes Gebot. Nach anfänglichen Verhandlungen mit Frankreich, England und Polen entschied sich Stalin überraschend für einen Pakt mit Hitler.

Dabei reichten seine Überlegungen weit über den Tag hinaus. Zu diesem Zeitpunkt war ihm klar, dass es bald zum Krieg zwischen Deutschland und Polen wegen der Danzig-Frage und dem Korridor kommen wird, was ja auch am 1. September 1939 so geschah. Da England und Frankreich den Polen Garantien gegeben haben auf ihrer Seite einzugreifen, hoffte Stalin auf starke Verluste auf beiden Seiten und eine nachhaltige militärische Schwächung der Kontrahenten. Diese Situation wollte er nutzen für sein Fernziel, die Bolschewisierung Westeuropas.

 

Hitler wiederum wollte mit aller Macht einen Zweifrontenkrieg vermeiden und an der deutschen Ostgrenze den Rücken freihalten. Deshalb schaute er in erster Linie auf den Entwurf des ihm vorgelegten Nichtangriffspaktes und achtete weniger auf das Geheime Zusatzprotokoll. Dieses spricht zwar nur von Interessensphären, aber in Wirklichkeit hat die Sowjetunion nach dem Polenfeldzug nicht nur Ostpolen, sondern auch Finnland, Litauen, Lettland und Estland einkassiert.

 

 

 

 

 

 

 

Hitler wäre dieser Fehler sicherlich nicht passiert, wenn er vor der Unterzeichnung nicht unter diesem enormen Zeitdruck gestanden hätten. Denn bereits am 22. August 1939 hat er im Führerhauptquartier auf dem Obersalzberg bei Berchtesgaden („Berghof“), die Armee- und Heeresgruppenführer davon informiert, dass er beschlossen habe, Polen militärisch anzugreifen. Kriegsbeginn war dann am 1.September 1939.

 

Der Deutsch-Sowjetische Nichtangriffspakt ist der Schlusspunkt von intensiven und geheimen Verhandlungen zwischen Ost und West, die über mehrere Monate liefen. Es würde den Rahmen dieser Serie sprengen, wenn man auf die komplizierten Details einginge. Dies tut auf ganz ausgezeichnete Weise der ehemalige Generalmajor Gerd Schultze-Rhonhof in seinem Buch „Der Krieg, der viele Väter hatte“. (565 Seiten, davon 17 Seiten Quellenverzeichnis, mehrere Fotos, 36 geografische Karten.)

Aus diesem ganz hervorragenden Werk, das den langen Anlauf zum zweiten Weltkrieg bis ins Detail schildert, sind die nachstehenden Jahreszahlen, Stichworte und Hinweise entnommen.

(Der Verfasser)

 

16.März 1939

Besetzung der Tschechei durch deutsche Truppen. Frankreichs Außenminister Bonnet schlägt sowjetisch-französische Beratungen vor.

Thema: Gemeinsame Maßnahmen im Falle weiterer Aktivitäten Deutschlands gegen ein osteuropäisches Land (Polen.)

 

18.März 1939

Der sowjetische Außenminister Litinow macht einen gleichen Vorschlag an Paris, London, Warschau, Bukarest und Ankara.

 

19. März 1939

Der britische Außenminister Halifax folgt mit einer entsprechenden Note an seinen französischen, sowjetischen und polnischen Kollegen. Vorschlag: Ein Viererbund gegen das Deutsche Reich.

 

31.März 1939

Polen lehnt Viererbund ab, will sowjetische Schirmherrschaft nicht riskieren. Britische Garantieerklärung für Polen bei deutschem Angriff, man will militärische Hilfe leisten.

 

14. April 1939

Französische + britische + sowjetische Unterhändler beginnen Gespräche.

 

17.April 1939

Sowjets schlagen Briten und Franzosen einen Dreierbund gegen das Deutsche Reich vor.

 

17.April 1939

Am gleichen Tag (!) sucht der sowjetische Botschafter Merekalow in Berlin den Staatssekretär von Weizsäcker auf zu einem Sondierungsgespräch. Die Sowjetunion blieb insgeheim nach beiden Seiten offen.

 

Zwischen dem 15. und 23. April 1939

Austausch von sieben Noten zwischen der englischen und der sowjetischen Regierung wegen des Zusammengehens gegen Deutschland.

 

 

 

Es gibt nur eine Wahrheit

 

Wird fortgesetzt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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