L e o T h e n n Jahrgang 1926 Pforzheim -Büchenbronn

 

 

Die Wahrheit für Deutschland und die Deutschen

 

-Zeitgeschichte im Spiegel von Zitaten Nr. 118-

 

Hermann Göring vergiftete sich mit Zyankali

Am 15. Oktober 1946 um 15.30 Uhr erfuhr der deutsche Gefängnisarzt Dr. Pflücker, dass um 23.45 Uhr die zum Tode verurteilten Männer zu wecken seien und dass ihnen die unmittelbar bevorstehende Exekution dann mitgeteilt werde und dass sie noch eine Henkersmahlzeit wählen könnten. Göring hatte mitbekommen, dass etwas in Vorbereitung ist. Auf seine gezielte Frage an Dr. Pflücker am Abend, antwortete dieser vielsagend. Dr. Pflücker später: „Mit herzlichen Worten dankte mir Göring für meine Fürsorge. Mit einem Lächeln auf den Lippen und einem festen Händedruck verabschiedete er sich von mir.“

Fünfzig Minuten später, rund zweieinviertel Stunden vor der Exekution, wurde Dr. Pflücker gerufen – Hermann Göring hatte sich mit Zyankali vergiftet. Er hinterließ ein Schreiben an den Kommandanten, in dem er schildert, wie er mit drei Zyankali-Kapseln in die Gefangenschaft ging, von denen er die erste bewusst finden ließ und die Todeskapsel in seinen Reitstiefeln versteckt ständig bei sich trug. Die dritte Kapsel hinterließ er in einer Schachtel Hautcreme. (Seite 353 + 354)

Nachdem die zehn Verurteilten das Todesurteil nochmals gehört hatten, wurde ihnen die Henkersmahlzeit gereicht – Würstchen mit Kartoffelsalat oder Pfannkuchen mit Kompott, doch keiner rührte etwas an. Amerikanische Soldaten fesselten die Delinqenten, niemand sollte wie Göring Selbstmord begehen können.

Dann begann der letzte Akt am 16. Oktober 1946. Die Tür zur Turnhalle wurde um 1 Uhr früh geöffnet. Der amerikanische Kommandant Oberst Andrus, der katholische und der evangelische Pfarrer und ein Dolmetscher betraten die Halle. Als Erster wurde der Außenminister Joachim von Ribbentrop von zwei amerikanischen Soldaten herein- und die dreizehn Stufen zum Galgen hinauf geführt.

Am Ende seines Lebens angekommen, durfte Ribbentrop noch einmal sagen, was er jetzt für wichtig hielt. Auf die vom Dolmetscher übersetzte Frage: „Haben Sie noch etwas zu bemerken?“ reagierte Hitlers letzter Außenminister mit diesen Worten: „Gott schütze Deutschland! Gott sei meiner Seele gnädig! Mein letzter Wunsch ist, dass Deutschland seine Einheit wieder findet, dass eine Verständigung zwischen Ost und West kommt für den Frieden in der Welt!“

Nach einem kurzen Gebet des evangelischen Gefängnispfarrers, trat dieser beiseite, um zwei Männern Platz zu machen: dem Henkergehilfen, der Ribbentrop die Beine zusammenband und dem Henker US-Master-Sergeant John C. Wood. Der zog Ribbentrop eine schwarze Sackmaske über den Kopf, band sie unter dem Kinn zusammen und legte dem Delinquenten den Strick um den Hals. Doch erst nachdem der evangelische Pfarrer noch einmal für Ribbentrop gebetet hatte, vollzog Woods das Urteil. Er trat zurück und betätigte den Mechanismus, der die Falltür öffnen und den Delinquenten hinabstürzen ließ. Joachim von Ribbentrop fiel wie ein Stein hinunter. Tot war er aber erst nach zehn Minuten, wie die bei der Exekution amtierenden Ärzte, zwei Amerikaner und ein Russe, nach ihrer Untersuchung feststellten.

Als nächster Todeskandidat, betrat Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel, der seine Uniformhose mit den breiten, roten Generalsstreifen angelegt hatte, die Turnhalle und stieg die dreizehn Stufen zum Galgen hinauf. Wilhelm Keitel hatte nach der Verkündung des Todesurteils, schriftlich darum gebeten man möge ihm, als deutschem Offizier den schmachvollen Tod am Galgen ersparen und ihn erschießen. Seine Bitte wurde aber vom Gericht abgelehnt …..

(„Nürnberg, Tribunal der Sieger“, gekürzter Wortlaut von Seite 348 + 349)

Unter dem Galgen, den Henker und den Strick vor Augen, sagten:

 

Wilhelm Keitel (stolz und mit Würde): „Ich rufe den Allmächtigen an, er möge sich des deutschen Volkes erbarmen. Über zwei Millionen deutsche Soldaten sind vor mir für ihr Vaterland in den Tod gegangen. Ich folge meinen Söhnen nach. Alles für Deutschland!“

Ernst Kaltenbrunner: „Ich habe meinem Volk und meinem Vaterland mit heißem Herzen gedient. Ich habe meine Pflicht nach den Gesetzen meines Vaterlands getan. Deutschland Glück auf.“

Hans Frank (flüsternd): „Ich bitte den Herrgott, dass er mich gnädig aufnehmen möge.“

Wilhelm Frick (laut):“Es lebe das ewige Deutschland!“

Julius Streicher: „Purimfest 1945 - und jetzt zu Gott – (nach einer kurzen Pause): Die Bolschewisten werden Euch einmal hängen (nach einer weiteren Pause): Ich bin bei Gott Herr Pater!“

Fritz Saukel (sehr erregt): „Ich sterbe unschuldig. Das Urteil ist falsch. Gott schütze Deutschland und mache Deutschland wieder groß! Es lebe Deutschland! Gott schütze meine Familie!“

Alfred Jodl (stolz und ruhig): „Ich grüße Dich, mein Deutschland!“

Arthur Seyß-Inquart (ruhig und beschwörend): „Ich hoffe, dass diese Vollstreckung der letzte Akt der Tragödie des zweiten Weltkriegs ist und dass die Lehre aus diesem Weltkrieg gezogen wird, dass Frieden und Verständigung zwischen den Völkern erfolgt. Ich glaube an Deutschland.“

(„Nürnberg, Tribunal der Sieger“, von Werner Maser, Seite 349 + 350)

 

Der US-Master-Sergant John C. Woods aus San Antonio war der Henker. Vier Tage nach der Exekution ein Interview in der Soldatenzeitung “Stars and Stripes” mit Woods: “Ich habe die zehn Nazis in Nürnberg gehängt und ich bin stolz darauf, und ich habe die Sache gut gemacht .... alles klappte prima. Ich habe niemals eine Hinrichtung erlebt, die besser ablief ….mir tut leid, dass mir Göring entwischt ist …. „zehn Leute in 103 Minuten …. das ist schnelle Arbeit…. (Seite 351)

„Prima“ wie der Henker behauptete, hatte er seine „Sache“ ganz gewiss nicht gemacht. Streicher stöhnte noch lange nach der Exekution. Jodl war erst nach 18 Minuten tot und Keitel erst nach 24 Minuten. (Seite 351 + 352)

 

Von den 255 zwischen 1945 und 1951 in Landsberg am Lech als Kriegsverbrecher gehenkten Personen waren im Zivilleben:

102 Handwerker, 37 Beamte, 25 Kaufleute, 23 Akademiker, 22 Arbeiter und Hilfsarbeiter, 15 Angestellte, 11 Landwirte und Bauern, 11 Soldaten, 4 Angehöriger freier Berufe, 3 hauptberuflich NS-Funktionäre (1 Gauleiter, 2 Kreisleiter) und 2 Schüler („Nürnberg, Tribunal der Sieger“, Werner Maser Seite 419)

Diese Todeskandidaten stammten aus den Gruppen und Organisationen, die in Nr. 116 aufgezählt wurden. (Der Verfasser)

 

Sir Hartley Shawcross, der britische Hauptankläger in Nürnberg sagte am 16. März 1948 (ap) „Ich klagte die Nationalsozialisten in Nürnberg an, zusammen mit meinen amerikanischen und russischen Kollegen…. aber Hitler und das deutsche Volk haben den Krieg nicht gewollt! Nach den Grundsätzen unserer Politik, der „balance of power“, haben wir angespornt durch die Amerikaner um Roosevelt, Deutschland den Krieg erklärt, um es zu vernichten. Wir haben auf die verschiedenen Beschwörungen Hitlers um Frieden nicht geantwortet! Nun müssen wir feststellen, dass Hitler recht hatte: Anstelle eines kooperativen Deutschlands, das er uns angeboten hatte, steht jetzt die riesige imperialistische Macht der Sowjets uns gegenüber.“

(„Nürnberg, die letzte Schlacht“ von David Irving/Grabert Verlag)

 

Es gibt nur eine Wahrheit wird fortgesetzt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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