L e o T h e n n Jahrgang 1926 Pforzheim -Büchenbronn

 

 

Die Wahrheit für Deutschland und die Deutschen

 

-Zeitgeschichte im Spiegel von Zitaten Nr. 117-

 

Nürnberg Das Tribunal der Sieger

 

Nach Verlesung der Anklagepunkte:

Nach der Pause kommt der Augenblick, auf den die Angeklagten sich je nach Temperament und Geisteshaltung vorbereitet haben: die Konfrontation mit dem Gericht ….jeder Prozessteilnehmer hat die Möglichkeit mit Hilfe der Simultananlage die von ihm gewünschte Übersetzung im Kopfhörer zu hören (nicht selten stark vereinfacht, manchmal sogar verfälscht) ….dann ruft der Vorsitzende Hermann Göring auf….“Bevor ich“ beginnt er“ die Frage des Hohen Gerichts beantworte….“ weiter kommt er nicht. Der Vorsitzende: „ …..nicht das Recht eine Erklärung abzugeben ….schuldig oder nicht schuldig zu bekennen“ Göring knapp: „Ich bekenne mich im Sinne der Anklage nicht schuldig.“

(Seite 98 + 99)

Das Sitzungsprotokoll schildert den weiteren Ablauf dieser Befragung bei der alle 20 Hauptangeklagten sich nacheinander als „nicht schuldig“ bezeichneten.

 

Rache oder Gerechtigkeit?

Von dem US-Hauptankläger Justice Jackson, hörten die Angeklagten und ihre Verteidiger am 21.November 1945 folgendes: „Der Vorzug, eine Gerichtsverhandlung über Verbrechen gegen den Frieden der Welt zu eröffnen, wie sie hier zum ersten Mal in der Geschichte abgehalten wird, legt uns eine ernste Verantwortung auf. Die Untaten, die wir zu verurteilen und zu bestrafen suchen, waren so ausgeklügelt, so böse und von so verwüstender Wirkung, dass die menschliche Zivilisation es nicht dulden kann, sie unbeachtet zu lassen ….auf der Anklagebank sitzen gebrochene Männer ….man kann sich beim Anblick dieser armseligen Gestalten kaum die Macht vorstellen, mit der sie als Nazi-Führer einst einen großen Teil der Welt beherrscht haben ….sie sind, wie wir zeigen werden, lebendige Sinnbilder des Rassenhasses, der Vermessenheit und Grausamkeit der Macht…. Sie sind Sinnbilder eines wilden Nationalismus und Militarismus und all jeder ständigen Umtriebe und Kriegstreiberei, die Generationen auf Generationen Europa in Kriege verstrickt, seine Männer vernichtet, seine Heime zerstört und sein Leben arm gemacht haben ….diese Männer errichteten in Deutschland unter dem „Führerprinzip“ eine nationalistische Gewaltherrschaft, der nur die Dynastien der östlichen Antike gleichkommen ….ihre Widersacher, unter denen Juden, Katholiken und die freie Arbeiterschaft waren, bekämpften die Nazis mit einer Dreistigkeit, einer Grausamkeit und einem Vernichtungswillen, wie die Welt seit den vorchristlichen Zeiten dergleichen nicht gesehen hat ….sie stachelten die Deutschen auf sich als „Herrenrasse“ zu fühlen, was natürlich Sklaventum für die anderen bedeutete …sie boten alle Mittel auf um eine Kriegsmaschine zu schaffen ….sie überrannten ihre Nachbarn ….versklavten Millionen Menschen und brachten sie nach Deutschland ….wurde ihre Bestialität so schlimm, dass sie die schlummernde Kraft der Zivilisation wachrüttelte ….ihre vereinte Anstrengung hat die deutsche Kriegsmaschine zerschlagen….“ (Auszüge von Seite 101 - 109)

 

Die erste Spannung war von den Angeklagten gewichen. Jetzt wussten oder ahnten sie, was sie erwartete. Es schwand die Hoffnung auch derjenigen, dass das IMT nur eine Farce wäre und ein rasches Ende des Prozesses zu erwarten sei. (Seite 109)

 

V a e V i c t i s - Wehe den Besiegten

 

Die von unversöhnlichem alttestamentarischem Hass geprägte und von Fälschungen der Geschichte strotzende Anfangsrede des US – Hauptanklägers Justice Jackson, steckte das Feld ab in welchem das Tribunal der Sieger anschließend ablaufen sollte! Es sollte kein faires Gerichtsverfahren werden, nach dem Motto: Im Zweifel für den Angeklagten sondern ein gnadenloses, korruptes Strafgericht, bei dem die Angeklagten keine Chancen hatten und das Urteil von vorneherein schon gefällt war.

Die Schar der Journalisten aus aller Welt, die wie Aasgeier und Hyänen den Prozess umlauerten, griffen natürlich begierig die ungeheuerliche Anklagerede auf und verbreiteten sie im Stile des Gossenjournalismus in der ganzen Welt. Der Ruf von Deutschland und den Deutschen, wurde damals so in den Dreck gezogen, kriminalisiert und stigmatisiert, dass heute noch, nach mehr als einem halben Jahrhundert, Deutsche in manchen Ländern als Nazi angegriffen und beschimpft werden, sogar deren schulpflichtige Kinder! (Der Verfasser)

Tausende Dokumente, die geeignet waren, die Alliierten zu belasten und die Angeklagten zu entlasten, sind plötzlich verschwunden. Da die Dokumente in Nürnberg von Offizieren bewacht wurde, können sie auch nur von Offizieren aus den Safes entfernt worden sein, die dem Gefängniskommandanten Oberst Burton C. Andrus unterstanden. („Nürnberg, Tribunal der Sieger“ von Werner Maser, Seite 119)

In Nürnberg wurden die Tatsachen ignoriert, dass es nicht gelang, zu beweisen, dass die deutsche Wehrmacht 1939 auf einen Angriffskrieg vorbereitet war. Dennoch wurde wegen Verschwörung und Planung eines Angriffskrieg verurteilt: Hermann Göring, Rudolf Heß, Joachim von Ribbentropp, Wilhelm Keitel, Alfred Rosenberg, Erich Raeder, Alfred Jodl und Constantin von Neurath! (Seite 151)

Alfred Jodl im Verhör durch Prof. Dr. Exner

Prof. Dr. Exner: „….wann kam es dann zu einer starken Aufrüstung?“

Alfred Jodl: „Die wirkliche Aufrüstung wurde erst nach Kriegsbeginn durchgeführt. Wir traten in diesen Weltkrieg ein mit etwa 75 Divisionen 60 Prozent unserer gesamten wehrfähigen Bevölkerung waren nicht ausgebildet, das Friedensheer war etwa 400 000 Mann stark gegenüber 800 000 Mann im Jahre 1914. Die Vorräte an Munition und Bomben …. waren geradezu lächerlich ….“ (Seite 164)

Sicher ist: 1939 war Deutschland auf einen längeren Krieg nicht vorbereitet, auf einen Angriffskrieg schon gar nicht. Wie schlecht es mit der deutschen Rüstung damals bestellt war, wussten 1939 weder die deutsche Öffentlichkeit noch der alliierte Geheimdienst.

(Seite 165)

Der deutsche Gefängnisarzt Dr. Pflücker kümmerte sich Tag und Nacht um die Gefangenen, versorgte sie medizinisch und führte auch mit ihnen Gespräche um ihnen die Haft zu erleichtern. Nach der Anklage wurde er oft nachts in die Zellen der Angeklagten gerufen. Panische Erregungszustände, Schreiausbrüche und Krämpfe erlitten einige von ihnen laufend, auch Rudolf Hess war davon betroffen. Ernsthaft Erkrankte kamen vorübergehend zur Behandlung in ein SS-Hospital in Fürth bei Nürnberg. Hermann Göring hatte sich mit dem Gefängnisalltag abgefunden. Nach seiner gewaltsamen Entziehungskur in Mondorf (Luxemburg) hatte er 70 Pfund abgenommen und war wieder so kämpferisch, rethorisch gewandt und schlagfertig wie in den Anfangsjahren des Dritten Reiches.

Der Vorsitzende des IMT schaltete sich des öfteren zu Gunsten der Angeklagten ein, wenn einer der Hauptankläger unfair argumentierte oder die betreffende Anklageschrift dem Gefangenen nicht vorlag. In diesen Momenten hatte der Prozess ein gerecht wirkendes Gesicht nach außen.

( Der Verfasser / Quelle: „Nürnberg Tribunal der Sieger“ von Werner Maser)

 

 

 

Es gibt nur eine Wahrheit wird fortgesetzt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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