L e o T h e n n Jahrgang 1926 Pforzheim -Büchenbronn

 

 

Die Wahrheit für Deutschland und die Deutschen

 

-Zeitgeschichte im Spiegel von Zitaten Nr. 111-

 

Die Vertreibung der Deutschen / Der andere Holocaust

 

Monsignore Emmanuel Reichenberger (1888 – 1966), der später vom Papst zum Geheimkämmerer ernannt wurde, schreibt in seinem 1952 erschienen Buch „Europa in Trümmern:“ Es handelte sich bei den Massenaustreibungen der Deutschen klar und eindeutig um das Verbrechen des Rassenmordes (Genozide), wie sowohl aus dem Wortlaut des Potsdamer Dokumentes (Stalin, Truman, Churchill) als auch aus der unglaublichen Grausamkeit der Durchführung hervorgeht. Alle historischen Parallelen verblassen! Die Vertreibung ganzer Volksgruppen aus ihren angestammten Heimatgebieten ist und bleibt ein ungesühntes Verbrechen.“

 

„Nach dem Krieg vereinbarten Truman, Churchill und Stalin gegen das Völkerrecht und vor allem gegen die Zehn Gebote Gottes, die große Heimatvertreibung der Deutschen. Polen, Tschechen und Russen führten sie durch. Dabei handelte es sich um eines der größten und schlimmsten Verbrechen der Weltgeschichte und es geschah mit solcher Brutalität, dass dabei noch mehr Deutsche starben als im gesamten mörderischen Ersten Weltkrieg.“

(„Die falsche Rolle mit Deutschland“ von Josef A. Kofler, Seite 111)

 

Aus Anlass des 60. Jahrestages der Wiederkehr des ungesühnten Völkermordes an der ostdeutschen Zivilbevölkerung will dieses Buch, in zum Teil unveröffentlichten Erlebnisberichten, an dieses Menschheitsverbrechen erinnern. Mein Dank gilt den zahlreichen Einsendern, die sich die Mühe gemacht haben, ihre Erinnerungen niederzuschreiben und damit für die Nachwelt erhalten. Ohne diese Zeitzeugen wäre mein Buch nicht zustande gekommen.

München im November 2004 Karsten Kriwat.

(„Der andere Holocaust“ von Karsten Kriwat, Auszug aus dem Vorwort des Buches)

Polnischer Vertreibungsbefehl

Auf der nächsten Seite befindet sich die Kopie des Originals des polnischen Vertreibungsbefehls für die Stadt Bad Salzbrunn einschließlich Ortsteil Sandberg, vom 14. Juli 1945, 6 Uhr. Unterzeichnet von dem Abschnittskommandanten Oberstleutnant Zinkowski.

Der Leser dieser Zeilen wird gebeten, sich nur drei Minuten lang, in die Menschen hineinzuversetzen, denen man damals diesen Befehl durch Boten zugestellt hat. Sich vorzustellen, welcher Schock die Menschen getroffen hat, als sie erfuhren, dass sie ihr Haus und ihre Heimat innerhalb weniger Stunden verlassen mussten. Dann mag sich der Leser – nur drei Minuten lang – in seiner Wohnung umsehen. Was soll er anziehen? Was mitnehmen? Kleidung? Decken? Lebensmittel? Dokumente? Wertsachen? Was soll mit den anderen Familienmitgliedern geschehen? Können die alle einen Fußmarsch von unbekannter Länge durchstehen? Jeder Leser, der sich nur drei Minuten lang, intensiv und mit Phantasie in die Lage und Situation dieser Ärmsten hineinversetzt, wird eine Verzweiflung, eine Hilflosigkeit und eine Angst in seinem Innern aufsteigen fühlen, wie er sie in seinem Leben noch nie gespürt hat. Und er wird auch den brennenden Wunsch haben, dass jene Politiker und die späteren Täter, heute noch posthum durch den Europäischen Gerichtshof, für ihre Grausamkeiten, die zu den größten Scheußlichkeiten gehören, die je von Menschen verübt wurden, angeklagt und verurteilt werden. (Der Verfasser)

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