L e o T h e n n Jahrgang 1926 Pforzheim -Büchenbronn

 

 

Die Wahrheit für Deutschland und die Deutschen

 

Zeitgeschichte im Spiegel von Zitaten Nr. 102

Verbrechen der Sieger/Das Schicksal der deutschen Kriegsgefangenen in Osteuropa/ Berichte und Dokumente“ von Wilhelm Anders, Druffel-Verlag, 8131 Leoni/Starnberger See

 

Deutsche Kriegsgefangene in Jugoslawien

Noch nie in der gewiss reichhaltigen und abwechslungseichen europäischen Militärgeschichte sind Kapitulationsvereinbarungen (schriftliche und mündliche) so ehrlos, so hinterlistig, so schäbig und so bestialisch gebrochen worden, wie in Jugoslawien am Kriegsende im Mai 1945!

Die deutschen Streitkräfte wären noch stark genug gewesen um sich nach Österreich durchzuschlagen, denn es standen ihnen nur schwache Truppen der Jugoslawen gegenüber und geringe örtliche Partisanengruppen. Aber sie vertrauten den Zusagen der jugoslawischen Offiziere welche die Verhandlungen mit den deutschen Offizieren führten. „Ich vertraue auf das mir von Ihnen gegebene Soldatenwort“ „heißt es in dem Begleitschreiben von General Kübler, das der Kapitulationsurkunde beigefügt war. Nachstehend einige Stichworte aus der Urkunde:

Jeder Mann behält sein persönliches Gepäck - Sanitätsmaterial bleibt bei der Truppe – Verpflegung wird vom jugoslawischen Heer geliefert - .Jede Gruppe, die sich ergibt, wird bis Ende des Jahres außer Land gebracht – nicht gehfähige Verwundete verbleiben in hiesigen Spitälern unter deutschem Sanitätspersonal und werden nach ihrer Genesung unverzüglich in ihre Heimat in Marsch gesetzt – die Deutschen sollen keine Kriegsgefangenen sein sondern nur Internierte, weil sie sich nur aufgrund des Waffenstillstandes ergeben haben – sie erhalten dieselbe Verpflegung und Unterbringung wie die jugoslawische Armee und kochen selbst – es wird kein Angriff auf Leib und Ehre ausgeführt“ usw. usw.

(Zusammenfassung der ausführlich geschilderten Kapitulationsverhandlungen in drei Frontbereichen mit Nennung der Namen der Verhandlungsführer, auf beiden Seiten (Der Verfasser) . (Seite 79-81)

 

Die unglaubliche, ungeheuerliche und unmenschliche Realität danach

„In der Nacht zum 11.Mai 1945 legten wir gemäß den Kapitulationsbedingungen die Waffen nieder. Was nun begann, spielte sich in allen Einheiten der deutschen Südostarmee in derselben Weise ab: in dem Augenblick, als die Waffen niedergelegt waren, wurden ganze Einheiten auf freien Plätzen zusammengetrieben. Sie mussten sich ihrer Kleider bis aufs Hemd entledigen. Mussten alles, was sie bei sich hatten, abgeben und erhielten einen Berg alter und verlauster Partisanenkleidung. Viele blieben ohne Schuhe, ohne Jacke, ja sogar ohne Hose. Ich kenne einen Stabsarzt, der den ganzen Marsch in die Gefangenschaft in der Unterhose mitmachte, einen General, der eine zerrissene Bosniakhose anhatte, eine Rotkreuzschwester, die inmitten der Soldaten ihres Rockes beraubt marschierte. Was wir an Privateigentum besaßen wurde uns zum größten Teil abgenommen: Uhren, Füllfederhalter, Waschzeug, Rasierzeug, Kamm, Essbesteck, ja sogar Brillen wurden vom Gesicht gerissen. Mancher Gefangene, der sich widersetzte, musste dafür mit dem Leben bezahlen. Vielen Einheiten wurden gleich zu Beginn, einschließlich der Offiziere, der Kopf kahlgeschoren.“ (Seite 81)

Solche Erlebnisschilderungen liegen in ganzen Bündeln vor. Sie sollten festgehalten werden, weil solche Plünderungen in vollem Widerspruch zur Haager Landkriegsordnung stehen, wonach alles, das den Gefangenen persönlich gehört, ihr Eigentum bleibt. Doch wer kümmerte sich damals schon um völkerrechtliche Kriegsregeln. (Seite 81 + 82)

Die „ Sühnemärsche“ im Frühjahr 1945

Von den Sowjets übernahmen die Jugoslawen diese Methode, mit der sie einerseits die deutschen Gefangenen aufs Tiefste demütigen, andrerseits den Triumph ihres „Sieges“ vor der gesamten Bevölkerung demonstrieren konnten. 40-60 Kilometer am Tag waren es meistens. (Seite 85)

…. gaben ihnen die Antreiber keine Gelegenheit, Essen zu fassen oder ihren Durst zu stillen. Hinzu kam, dass die Gefangenen durch Dörfer geführt wurden, deren Bewohner über die ermatteten und verängstigten Soldaten herfielen und sie ausplünderten, soweit die Wachposten noch etwas bei ihnen übrig gelassen hatten. (Seite 86)

…. zur Strafe musste der Heerwurm durch andere Dörfer mit guten Brunnen ungetränkt ziehen. Hier wurden die ersten, die um Wasser bettelten, erschossen. Über ihre zuckenden und ausblutenden Körper ging es weiter. (Seite 86)

„…. die Schwachen gingen am Schlussteil des Zuges und für sie drohte immer wieder der Wechsel zwischen Dauerlauf und Warten, und auf sie krachten die meisten Hiebe. Fast alle Posten hatten mannshohe Stöcke.“ (Seite 88)

„…. die Gruppe erhielt vom 4. Mai bis 2. Juni 1945 nur sechsmal (!) „Verpflegung“. Sie bestand aus einer Handvoll Mehl und zweimal fünf Gramm Margarine und etwas Salz. Daraus mussten die Gefangenen sich eine Mahlzeit zubereiten und das Holz selbst suchen.“ (Seite 89)

…. die Gefangenen wurden nicht nur durch systematische Überanstrengung und tagelange Verweigerung von Essen und Trinken, sondern auch durch entmenschte Bewacher umgebracht. (Seite 90)

„…. Ein Transport von 10 000 Deutschen …der große Hungermarsch von Semlin nach Belgrad, Entfernung von 800 Kilometern. Als wir auf dem Flugplatz von Semlin ankamen, waren wir nur noch 6 000 Gefangene, die anderen waren von den entmenschten Partisanen unterwegs in ihrem Blutrausch abgeschossen worden. Zwischen Marburg und Neu Cilli (Nova Celjc) ist ein großer Panzergraben, dort wurden ganze Einheiten der SS-Division „Prinz Eugen“ hineingetrieben und erschossen. (Seite 90)

… General Henke berichtete, dass sich am Schlagen der Gefangenen bei den Ortsdurchmärschen auch Frauen beteiligten. (Seite 92)

„…an diesem 200 km langem Marsch nach Fiume nahmen auch viele deutsche Nachrichtenhelferinnen und DRK-Schwestern teil. Die Frauen wurden bis aufs Hemd ausgezogen und während der Rastpausen laufend von den Bewachungsmannschaften vergewaltigt. In Belgrad wurden Mädchen und Soldaten zu Fünf aneinandergebunden und dann über eine Brücke in die Donau geworfen. R. war Zeuge dieser Tat und gibt an, dass so Tausende deutsche Soldaten und Wehrmachtshelferinnen ertränkt wurden.“ (Seite 92)

„ … in erster Linie tobten die Partisanen ihren Blutrausch an den Soldaten der Waffen-SS aus, Division „Prinz Eugen“ und Division „Handschar“. Auf dem rechten Sawe-Ufer bei Reichenburg befindet sich ein Massengrab mit 450 erschossenen SS-Soldaten, die immer mit sechs Mann mit einem Telefondraht an den Armen zusammengebunden waren. Sämtliche waren durch Genickschuss erschossen worden, am Pfingstsonntag 1945.“ (Seite 95)

„ …. auch ich kann mitteilen, dass Tausende von SS und Polizei in Felsbunker einbetoniert und gesprengt oder in Panzergräben erschossen wurden, die wir dann auffüllen mussten.“ (Seite 95)

„ …. gegen 22 Uhr wurden in Abständen von 10 Minuten jedesmal 15 Deutsche, zusammen 90 Mann, aus der Lagerhalle geholt mit der Begründung, es gäbe Essen und sie würden dann in das Lager Samobor befördert. Die Soldaten wurden über die Sawebrücke geführt, links am Flussrand aufgestellt, sie mussten sich entkleiden und Gepäck ablegen. Hinter jeden Soldaten trat ein Partisan und erschoss den Deutschen durch Genickschuss. Die Leichen wurden dann in die Sawe geworfen, die an dieser Stelle besonders tief und reißend ist. Von den 90 Mann konnten sich acht durch vorher in das Wasser Springen vor dem Erschießen retten.“ (Seite 96)

 

Es gibt nur eine Wahrheit wird fortgesetzt

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