L e o T h e n n Pforzheim Sommer 2005

 

Die Wahrheit für Deutschland und die Deutschen

 

 

 

In Zeiten des universalen Betrugs ist ein revolutionärer Akt die Wahrheit zu sagen.

(George Orwell, 1903 – 1950)

 

Der Anschluss Österreichs (Fortsetzung von Blatt IX)

Am 25.Juli 1934 soll Bundeskanzler Dollfuß während einer Kabinettsitzung festgenommen werden. Dollfuß flieht mit einer Gruppe von Personen durch die Gänge seines Kanzleramts und wird versehentlich erschossen. Der Todesschütze und mit ihm 12 weitere Putschisten werden zum Tode verurteilt und bald hingerichtet.

(„Der Krieg, der viele Väter hatte“ Gerd Schultze – Rhonhof, S. 101)

 

Auf Engelbert Dollfuß folgte Kurt von Schuschnigg als Bundeskanzler (1934 – 1938). Am 11.Juli 1936 unterzeichnen Bundeskanzler Schuschnigg und der deutsche Sondergesandte für Österreich von Papen ein Deutsch-Österreichisches Abkommen über die Normalisierung und die freundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Staaten. Deutschland erkennt darin die „volle Souveränität des Bundesstaates Österreichs an und Österreich bekennt sich ausdrücklich dazu ein deutscher Staat zu sein. Hitler kommentiert das Abkommen gegenüber dem Führer der österreichischen Nationalsozialisten Josef Leopold mit den Worten: „Dieses neue Abkommen nehme ich sehr ernst. Die österreichischen Nationalsozialisten müssen eine mustergültige Disziplin bewahren und den Anschluss als eine innerösterreichische Angelegenheit betrachten, und versuchen auf diesem Wege in Österreich Fortschritte zu machen“.

(„Der Krieg, der viele Väter hatte“, von Gerd Schultze – Rohnhof, S.103)

 

In der Folgezeit lösen sich in Österreich, pro -und antideutsche Demonstrationen ab. Im April 1937 setzt Schuchnigg einen Vermittler zwischen der Regierung und den Kräften der Nationalen Opposition ein. Der Vermittler ist der junge und parteilose Rechtsanwalt Dr. Seyß-Inquart, der keinen Hehl aus seinem Wunsch nach einem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich macht. Trotz des Deutsch-Österreichischen Abkommens vom Juli 1936 und der Vermittlungstätigkeit Seyß-Inquarts lässt der Druck der Diktatur im Donaustaat nicht nach. Die Dokumentation eines Wiener Rechtsanwaltes vom Juni 1937 umfasst 264 Beispiele von Rechtsbrüchen und Verfolgung an Angehörigen der „Nationalen Opposition“ wie z.B. Haftstrafen ohne Gerichtsverfahren – Einweisung in Konzentrationslager – Beugehaft für Verwandte des Beschuldigten – Haft- und Geldstrafen ohne Schuldbeweis – Geständniserpressung – körperliche Misshandlung – Führerscheinentzug – Vermögenseinziehung usw.

(„Der Krieg, der viele Väter hatte“ Gerd Schultze – Rhonhof, S. 101)

 

Am 12. Februar 1938 besucht Bundeskanzler von Schuschnigg Hitler in Berchtesgaden. Hitler legt Schuschnigg eine „Liste mit deutschen Vorschlägen für eine endgültige Regelung der österreichischen Frage“ vor. Die wesentlichen Forderungen lauten:

„Konsultationspflicht für beide Staaten in außenpolitischen Fragen – Ernennung des Staatsrates Dr. Seyß-Inquarts zum Innenminister und Unterstellung des Sicherheitswesen unter diesen – politische Betätigungsfreiheit der österreichischen Nationalsozialistischen Partei im Rahmen der vaterländischen Front – Amnestie für alle wegen nationalsozialistischer politischer Betätigung inhaftierter Österreicher – Wiederherstellung der Pressefreiheit – Zusammenarbeit der Streitkräfte Österreichs und Deutschlands –Vorbereitung der Angleichung der Wirtschaftssysteme beider Länder – Zusicherung der Deutschen Reichsregierung sich nicht in innerösterreichische Verhältnisse einzumischen“.

Die „Vorschläge“ enden mit dem Ultimatum: „Der Bundeskanzler erklärt sich bereit, die vereinbarten Maßnahmen bis zum 18. Februar 1938 durchzuführen“.

Schuschnigg gelingt es, ein paar Details mit Hitler zu verhandeln und zu ändern. Doch nachdem ihm Hitler klargemacht hat, dass er - Schuschnigg - unterschreiben müsse oder er – Hitler – auch anders handeln könne, setzte Schuschnigg seinen Namen unter das Papier. Die Nationalsozialisten, nun vom Verbot befreit, mobilisieren jetzt in Graz, Salzburg, Klagenfurt und in Linz die Massen u. zeigen offen ihre Sympathie für den Anschluss an das Deutsche Reich. Der Druck der Strasse wächst, der Zug ist nicht mehr aufzuhalten.

(„Der Krieg, der viele Väter hatte“ Gerd Schultze – Rhonhof, S. 105)

 

In den nächsten Tagen und Wochen überstürzen sich in Österreich die Ereignisse. Schuschnigg setzt überraschend und ohne seine Minister zu befragen für 9. März 1938 eine Volksabstimmung zur Anschlussfrage an. Seyß – Inquart und andere Minister protestieren und verlangen eine Verschiebung der Volksabstimmung innerhalb einer Frist von vier Wochen. Ohne Befragung des Kabinetts sei die Wahl verfassungswidrig. Außerdem waren nur Wahlzettel vorhanden auf denen das Wort „Ja“ stand, was ein Ja zur Unabhängigkeit bedeutet. Wer für den Anschluss an das Deutsche Reich stimmt, muss sich dazu einen mit „Nein“ beschrifteten Wahlzettel in der vorgeschriebenen Größe selber fertigen und zur Wahl mitbringen.

(„Der Krieg, der viele Väter hatte“ Gerd Schultze – Rhonhof)

 

Seyß-Inquart gibt nun alle weiteren Versuche auf und wendet sich telefonisch an Minister Hermann Göring in der Reichskanzlei in Berlin und fragt um Rat. In Deutschland hat man seit Wochen die Turbulenzen in Österreich interessiert verfolgt. Wahlaufsicht und Stimmauszählung nur durch eigene Leute riecht schon nach Fälschungsabsicht, die jungen Wähler unter 25 Jahren auszuschließen ist der offensichtliche Versuch pro-deutsche Wähler von den Urnen fernzuhalten.

Göring, der ein paar Jahre in Österreich gelebt hat ist ein überzeugter Verfechter der Vereinigung der beiden Teilnationen. Er drängt Hitler schnell in Österreich einzuschreiten. So kommt der Entschluss zustande, sowohl politisch als auch militärisch in Österreich einzugreifen.

( Der Krieg, der viele Väter hatte“ Gerd Schultze – Rhonhof, S. 107 + 108)

 

Es gibt nur eine Wahrheit

Wird fortgesetzt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

.