L e o   T h e n n                 Pforzheim                     Frühjahr 2005

 

Die Wahrheit für Deutschland und die Deutschen

• Zeitgeschichte im Spiegel von Zitaten Nr. VII b

Rückblickend ist es bemerkenswert wie schnell die Reichsregierung in den
Friedensjahren 1933-1939 Gesetze und Verordnungen beschlossen und in der Praxis
umgesetzt hat. Imponierend schnell und flüssig ging auch der Bau von großen und
größten Gebäuden vor sich. Das Faszinierendste von allen Bauvorhaben aber waren
die Reichsautobahnen. Nachfolgend im Zeitraffer die Geschichte dieses
Jahrtausendprojektes:

24.Juni 1933

Die Reichsregierung beschließt die Gründung des Unternehmens "Reichsautobahn" ; es
ist der Reichsbahngesellschaft angegliedert. Drei Autobahnen sollen in Ost-
Westrichtung, zwei in Nord-Süd und eine diagonal gebaut werden. Es werden 300 000
RM als Baukosten für einen Autobahnkilometer gerechnet, geplant sind 6.500
Kilometer.

27.Juni 1933

"Das Gesetz über die Errichtung des Unternehmens Autobahn" tritt in Kraft. Es sieht
den Bau von 6500 km Autobahnen in 6 Jahren vor. Die Gesamtleitung hat der
Generalinspektor für das Straßenwesen
Prof.Dr.Ing. Fritz T o d t.

24. August 1933

Der Bau der Strecke München-Salzburg wird in Angriff genommen. Auf Wunsch des
Reichkanzlers wird die Trassenführung direkt am Süd ufer des Chiemsees entlang
gehen.

13.September 1933

Die Arbeiten an den Autobahnen werden mit 700 Arbeitern aufgenommen.
23.september 1933

Bei dem ersten offiziellen Spatenstich für die Autobahn Frankfurt-Heidelberg, ruft
Hitler den Arbeitern zu:
"Deutsche Arbeiter, ans Werk"! Dann greift er zur
Schaufel und arbeitet mit bis die erste Ladung Erde verteilt war.

1. Oktober 1933

Der Bau der Reichsautobahn von München nach Salzburg beginnt. Die Kosten werden
mit 42 Millionen Reichsmark veranschlagt, 12000 Arbeiter werden eingesetzt.

1. November 1933

Die Vorbereitungen für die Strecke Köln-Düsseldorf-Duisburg-Dortmund (120 km)
beginnen
.

22. Februar 1934

Bei seinem Vortrag in der Berliner Lessing-Hochschule nennt Fritz Todt als Ziel
10.000 bis 12 000 Kilometer Autobahn. Davon seien im ersten Abschnitt 6000-7000
zu erstellen.

1.Juli 1934

Der erste Jahresbericht von Fritz Todt 1600 km zum Bau freigegebener
Reichsautobahnen. Die Gesamtzahl der eingesetzten Arbeiter beträgt 38 600 Mann.

3. August 1935

Fritz Todt teilt mit, daß auch die Autobahnlinie Köln-Siegen-Kassel-Halle in die
amtlichen Baupläne aufgenommen wurde. Die Großglockner Hochalpenstraße wird
eröffnet, ihre durchschnittliche Steigung beträgt 10 Prozent. Am nächsten Tag wird

das Großglockner-Rennen durchgeführt.


 

30.September 1935

Von den geplanten 6.900 km Reichsautobahn sind am Stichtag fertiggestellt 49 km,
1
.700 im Bau und 3.150 km für den Bau freigegeben.

6-Januar 1936

Reichskanzler Hitler macht die erste Fahrt auf der eben fertigen Strecke München-
Rosenheim.

23. März 1936

In Berlin die "Verkehrswissenschaftliche Tagung" Generalinspektor Fritz Todt sagt,
daß die Reichsautobahnen jährlich 500 000 Arbeitern ihren Verdienst gebe.

19.Juni 1936

Todt eröffnet das Teilstück Königsberg-Elbing. In Mannheim wurde die erste
"Reichsautobahn-Gaststätte" eröffnet.

9.Juli 1936

304 km sind für den Verkehr freigegeben, 1882 km sind im Bau.
27.September 1936

Teilstrecken von ca. 400 km werden für den Verkehr freigegeben. Bei der
Eröffnungsfeier in Breslau sind rd. 1000 km Autobahn fertiggestellt. In fünf Jahren
sollen die ersten 7000 km Reichsautobahn fertig sein.

23.Juni 1937

Das Teilstück Dresden-Meerane wird zum Verkehr freigegeben-
30.Juni 1937

Hitler, Todt und der italienische Senator Puricelli besprechen das Projekt München-
Innsbruck- Rom.

1.September 1937

1450 km sind fertiggestellt.Berlin-Hannover ist eröffnet. Nürnberg-Bayreuth
eingeweiht.

17.Dezember 1937

Sechs neue Teilstücke mit 2000 km werden bei Kassel, Köln, Stuttgart, Gera und
Berlin feierlich eröffnet.

28.März 1938

Fritz Todt kündigt in Wien ein Bauprogramm von 1.100 km für Österreich an.
7. April 1938

Hitler eröffnet den Autobahn-Bau München-Salzburg-Wien.
3
.September 1939

Das Teilstück Nürnberg-Ingolstadt-Bratzhof ist fertiggestellt.
4. November 1938

Fritz Todt gibt das letzte Teilstück München-Nürnberg frei für den Verkehr.
12.November 1938

Die Rhein-Ruhr-Autobahn ist auf eine Länge von 235 km fertig.
30.Juni 1939

3.071 km Autobahn sind in Betrieb, 2.068 im Bau. Insgesamt wurden bisher beim
Reichsautobahnbau 123,9 Millionen Tagewerke geleistet.

1. Januar 1942

Der Bau der Reichsautobahn wird eingestellt. Seit 1933 sind rund 3.860 Kilometer
gebaut worden.

Von ausländischen Fachleuten wurden damals die Reichsautobahnen als das schönste
Highway-System der Welt bezeichnet.

Daran hat sich bis heute nichts geändert und wir Deutschen können stolz sein auf die
Leistungen der damaligen Bauarbeiter und auf das Wissen und Können unserer
Ingenieure und Architekten.