L e o T h e n n Pforzheim Frühjahr 2005

 

Die Wahrheit für Deutschland und die Deutschen

 

 

 

Nichts auf dieser Welt ist so gefürchtet und gehasst wie die Wahrheit

 

Die Deutschen Reichskanzler nach dem I. Weltkrieg in der Weimarer Republik. Sie wurden vom Reichspräsidenten ernannt und entlassen.

 

Scheidemann Sozialdemokraten 13.02.1919 - 20.06.1919

Gustav Bauer Sozialdemokraten 21.06.1919 - 26.03.1920

Hermann Müller Sozialdemokraten 27.03.1920 - 08.06.1920

Fehrenbach Zentrum 21.06.1920 - 04.05.1921

Wirth Zentrum 10.05.1921 - 14.11.1922

Cuno Parteilos 22.11.1922 - 12.08.1923

Stresemann Deutsche Volksp. 13.08.1923 - 23.11.1923

Marx Zentrum 30.11.1923 - 15.12.1924

Luther Parteilos 15.01.1925 - 12.05.1926

Marx Zentrum 17.05.1926 - 12.06.1928

Hermann Müller Sozialdemokraten 29.06.1928 - 27.03.1930

Brüning Zentrum 30.03.1930 - 30.05.1932

von Papen Parteilos 01.06.1930 - 17.11.1932

von Schleicher Parteilos 04.12.1932 - 28.01.1933

 

Der Reichskanzler und die Reichsminister waren vom Vertrauen des Reichstags abhängig. Die reguläre Amtszeit betrug vier Jahre.

(Quelle: Der Neue Brockhaus, Ausgabe 1959)

 

Nachkriegsdeutschland wird von Reparationen in Geld, in Natural – und Sachleistungen so stranguliert, dass die Not für jedermann im Lande deutlich spürbar ist. Dazu kommen die Verluste an Territorien und an Menschen. Die Ausgliederung von 7 Millionen Menschen aus dem Deutschen Reich und die Grenzen neuer Staaten trennen Millionen von Familien auf unbestimmte Dauer.

(„Der Krieg, der viele Väter hatte“, Gerd Schultze – Rhonhoff, S. 75)

 

Die Parteien im Reich von ganz links bis ganz rechts und die Bevölkerung streben nach einer generellen Revision des Versailler Vertrages. Als die Siegermächte dem Deutschen Reich und damit den demokratischen Kräften der jungen Republik zehn Jahre lang in dieser Frage substantiell so gut wie nicht entgegenkommen, sinkt das Vertrauen der Bevölkerung in die Handlungsfähigkeit der Demokraten. Es sind die radikalen Arbeiterparteien, die daraus Vorteile ziehen, die Kommunistische Partei und die Nationalsozialistische Arbeiterpartei.

(„Der Krieg der viele Väter hatte“, Gerd Schultze – Rhonhof, S. 76)

 

 

 

Wir erklären feierlich, dass wir im Falle unserer Machtergreifung alle sich aus dem Versailler Vertrag ergebenden Verpflichtungen für null und nichtig erklären werden.

(Im Zentralorgan der KPD „Die Rote Fahne“, am 24. August 1930)

 

Von 1926 bis 1933 formierten sich im Zeichen eines schwelenden Bürgerkrieges die beiden radikalen Gruppen, welche die absolute Macht erstrebten, KPD und NSDAP. Der Ausgang dieses Wettkampfes war nicht so eindeutig vorauszusehen, wie es später nach der totalitären Machtübernahme den Augenschein hatte. Oft genug stand der weitere Verlauf der innerdeutschen Entwicklung auf des Messers Schneide!

(„Zeitgeschichte in Zitaten“, von Wolfgang Henning, S.11)

 

Die Persönlichkeit des Reichspräsidenten Paul von Hindenburg gab der Weimarer Republik nach außen Ansehen und Autorität. Zugleich vollzog sich in seiner Beurteilung ein bezeichnender Wandel: Für die Linksparteien wurde aus dem „blutbefleckten Massenmörder“ des ersten Weltkriegs die „verehrungswürdige Gestalt des greisen Präsidenten“, während die Rechtsparteien aus ihrer Enttäuschung über die verfassungstreue Haltung ihres früheren Idols keinen Hehl machten.

(„Zeitgeschichte in Zitaten“ von Wolfgang Henning, S. 12)

 

Ein folgenschweres, politisches Fehlverhalten der Sozialdemokraten in der Weimarer Zeit lag in ihrer negativen, sogar feindlichen Einstellung zur Reichswehr. Sie überwanden niemals das Misstrauen, das sie gegen den „Militarismus“ der Kaiserzeit hegten, und übertrugen ihre Ablehnung auch auf den Gründer der neuen Reichswehr, Generaloberst von Seekt.

(„Zeitgeschichte in Zitaten“, von Wolfgang Henning, 15)

 

Historiker unserer Zeit neigen dazu, Begriffe wie „Kampf um die Macht“ oder „Machtergreifung“, mit einem spöttischen Unterton zu verwenden. Dabei kann das politische Ringen in den Jahren vor 1933 nicht treffsicherer bezeichnet werden. Sie übersehen dabei einen Tatbestand, der in der bisherigen Geschichtsschreibung über jene Jahre, zu kurz gekommen ist: Die Hitlerbewegung trat nicht als eine Partei im üblichen Sinne auf. Sie formierte sich schon während des Kampfes um die Macht als neuer Staat mit einem funktionierenden Apparat und einer Mitgliederschaft, die in ihrem Einsatz für das „Dritte Reich“ oft einen Ausgleich für ihre bedrückenden persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse sah. Vor allem stand die Regierung verständnislos der Begeisterung einer Jugend gegenüber, der man ein Ideal anzubieten selber versäumt hat.

 

In diesen Jahren ging offensichtlich den „Herrschendendas Gefühl dafür verloren, dass ihre eigenen Massenorganisationen mit imponierenden Mitgliederzahlen wie das „Reichsbanner“ oder wie die Gewerkschaften ihre Aktionsfähigkeit immer mehr verloren. So vollzog sich damals der Aufmarsch der Feinde der Weimarer Republik fast ungestört.

(„Zeitgeschichte in Zitaten“ von Wolfgang Henning, S. 30)

 

 

 

Es gibt nur eine Wahrheit

Wird fortgesetzt

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